1891 beschloss der Qing-Hof, Jiao'ao zu befestigen, und ordnete eine hölzerne Mole für den Marinehafen an; jene Mole ist der Vorläufer des Bauwerks, das heute vor der Zhongshan-Straße am Südufer 440 Meter ins Wasser reicht. Eine städtische Darstellung datiert Qingdaos ersten künstlichen Kai, den heutigen Zhanqiao, auf 1892 und den Beginn seines Brückenbaus auf eine Seemole von 1893. Der Steg war eine Arbeitsmole, bevor er eine Promenade war. Hinter ihm wuchs die Stadt in den deutschen Jahren: Die Zhongshan-Straße wurde 1897 unter ihrem deutschen Namen Friedrichstraße angelegt, und das Viertel um die vordere Bucht füllte sich mit engen Gassen und Kolonialhäusern der deutschen, russischen und japanischen Zeit, darunter die ummauerten Hofanlagen namens Liyuan, die während der ersten japanischen Besetzung im chinesischen Stil errichtet wurden.
Aus dem Journal
Der Steg, der den Hafen öffnete
Qingdaos erster Kai ist eine 440 Meter lange hölzerne Mole mit einem Pavillon an ihrem Ende, und das achteckige Bild dieses Pavillons ist das Warenzeichen auf der Bierflasche.
In derselben Stadt · Qingdao ↗Eine Mole für Kriegsschiffe
Der Pavillon und das Etikett
1930 wurde am seewärtigen Ende des Stegs ein achteckiger Pavillon errichtet, der die Mole nach außen abschließt. Der Huilan-Pavillon, frei übersetzt der Turm, der hin und her wogt, ist jenes Bild, das heute im Warenzeichen der Tsingtao-Brauerei steht, deren erstes Bier drei Jahre zuvor ausgeschenkt worden war. Ein Stück vor der Küste liegt Klein-Qingdao, und das Museum der chinesischen Marine steht in der Nähe des Stegs. Am Abend ist die ganze vordere Bucht beleuchtet, mit Scheinwerfern auf den älteren Gebäuden und mehreren Neonschildern entlang der Küste. Es ist einer der wenigen Orte der Stadt, an denen der Hafen, für den der Steg gebaut wurde, noch als Hafen zu erkennen ist.
