Aus dem Journal

Qianshan: Kiefern, Stein und die Gestalt eines Berges

Eine Felsspalte, eine benannte Kiefer und eine Terrasse unter einem Tempeldach eröffnen drei Maßstäbe, um Qianshan zu lesen. Das Birnenland fügt einen vierten hinzu: eine Berglandschaft, die auch eine Ernte hervorbringt.

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Kiefern klammern sich an einen steilen goldgrauen Bergkamm. Eine kleine Aussichtsplattform mit Geländer liegt über ziehenden Wolken.
Fels und Kiefern über den Wolken am Qianshan in Anshan.

Eine Landschaft erhält Namen

Qianshans längerer Name, die Tausend-Lotos-Berge, trägt ein überliefertes Bild vieler Gipfel in sich, die sich wie Blütenblätter öffnen. Die vertraute Erzählung gibt dem Gebirge 999 Gipfel. Die Zahl verleiht einem dicht mit Bergspitzen besetzten Horizont eine poetische Form.

Aufschlussreicher sind die kleineren Namen. Der Papageienfelsen gibt einer Silhouette die Identität eines Tieres; ein Name wie Tianshangtian, wörtlich „Himmel über dem Himmel“, macht Höhe zu einem Erlebnis. Ein verwickelter Horizont wird zu einer Folge benannter Formen: ein Vogel, eine Höhe jenseits einer anderen Höhe, eine schmale Öffnung im Stein. Die Sprache macht bestimmte Orte innerhalb des größeren Gebirges einprägsam.

Der Berg aus nächster Nähe

Die schmale Felsspalte Yizitian verändert die Proportionen der Landschaft. Der Landschaftsverband beschreibt sie als gerade und eng, mit dem Himmel als dünner Öffnung darüber. Entscheidend ist der Gegensatz zwischen einer eingeschlossenen Passage und den weiteren Bergrücken in der Nähe. Fels, der aus der Ferne einen Umriss bildet, wird zur unmittelbaren Grenze um den Körper.

Kiefern schaffen eine andere Art von Linie. Die Beschreibung des Verbands zum Gebiet Tianshangtian bringt immer wieder Felsen und alte Bäume zusammen, darunter die Kiefern am Papageienfelsen. Der Blick kann einem Stamm und seinen Ästen über eine unregelmäßige Steinfläche folgen und dann zu einem anderen Grat hinauswandern. Eine verzweigte Krone breitet sich über der harten Kontur eines Felsens aus. Die Bäume geben Flächen, die sonst beinahe abstrakt wirken könnten, einen lebendigen Maßstab.

Raum für einen Tempel schaffen

Das Architekturverzeichnis der Provinz verzeichnet am Longquan-Tempel drei Steinplattformen und zwischen steilen Flanken eingepasste Bauten. Die Haupthallen liegen in der Mitte; Glocken-, Trommel- und Bücherspeichergebäude besetzen die seitlichen Flächen. Der südwestliche Zugang steigt auf einem gewundenen Weg am Hang empor.

Die Terrassen geben Ritualbauten ebenen Raum, ohne den Hang zu verbergen, der solche Flächen schwierig macht. Stufen, Stützkanten und Höhenwechsel gehören deshalb zur Bedeutung der Architektur. Eine Halle kann eine förmliche Vorderseite besitzen und dennoch Teil eines Weges sein, der sich mit dem Hang biegt. Das Gelände erklärt, warum die Annäherung ebenso wichtig ist wie der abschließende Blick auf ein Dach.

Die Blüte ist der Anfang einer Ernte

Das Land um Qianshan fügt der Fels- und Kiefernlandschaft eine landwirtschaftliche Jahreszeit hinzu. Das Birnenblütenfest, das hier am 21. April 2024 eröffnet wurde, brachte die Frühlingsblüte in die öffentlichen Feierlichkeiten des Gebirges. Blüten weisen zugleich auf Früchte, Arbeit und Verarbeitung voraus.

Beim Fest von 2019 präsentierten örtliche Nanguo-Birnen-Genossenschaften und Unternehmen neben Birnen auch Saft, Wein, Trockenfrüchte und Birnenpaste. Diese Produkte machen den Zusammenhang zwischen einem Frühlingsschauspiel und landwirtschaftlicher Wirtschaft besonders deutlich. Dieselbe Blüte, die eine Kamera anzieht, beginnt eine Ernte, deren Nutzungen über die Wochen frischer Früchte hinausreichen.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Fels und Kiefern über den Wolken am Qianshan in Anshan.Quelle: Liaoning Provincial Department of Culture and Tourism / People’s Government of Liaoning Province. Keine unabhängige Lizenz erteilt. · Rechtestatus nicht geklärt Quelle des Fotos ↗ Originales Seitenverhältnis beibehalten. Anzeigekopien nur bei Bedarf verkleinert; keine Vergrößerung, kein Beschnitt und keine Retusche.