Die Fahrbahn der Brücke ist neun Meter breit und in drei Spuren geteilt, und sie ruht auf einem Bogen, der nie einen Halbkreis erreicht. Die Kurve ist ein Segment von etwa vierundachtzig Grad, das von Widerlagern ausgeht, die die Last sowohl nach unten als auch seitlich aufnehmen. Unter der Fahrbahn stehen achtundzwanzig gekrümmte Rippen aus Kalkstein nebeneinander. Jede Rippe ist rund fünfunddreißig Zentimeter breit und aus Blöcken von siebzig bis hundertneun Zentimetern Länge gefügt, und die Blöcke sind paarweise mit eisernen Klammern verbunden. Weil die Rippen getrennt sind, kann sich der Bogen ein wenig verschieben, wenn seine Auflager sich bewegen, und ein gebrochener Block bringt die Spanne nicht zum Einsturz.
An jedem Ende des Hauptbogens öffnen sich zwei kleinere Bögen durch die Zwickel. Sie sind kein Schmuck. Sie verringern das Gewicht der Brücke um etwa fünfzehn Prozent, nahezu siebenhundert Tonnen, und bei Hochwasser lassen sie das Wasser durch die Schultern treten, statt gegen sie zu schlagen. Die mittlere Spanne misst 37,37 Meter und steigt 7,3 Meter, ein Anstieg von etwa einem Fünftel der Spanne, wo ein halbkreisförmiger Bogen um die Hälfte steigen würde. Die flachere Kurve braucht rund vierzig Prozent weniger Stein, und sie hält die Fahrbahn niedrig genug für Karren, lässt aber darunter Raum für Boote. Hochwasser, Kriege und Erdbeben sind seither über sie und unter ihr hindurchgegangen, und die getrennten Rippen, die eisernen Bänder und die vier Öffnungen sind die Gründe, die für ihr Überleben genannt werden.
