Eine Chronik der Sportverwaltung von 2022 verortet Meng Qingyus Ankunft in Qitaihe im Jahr 1969, als ihm eine Arbeit in einem Kohlebergwerk zugeteilt wurde; häufig lief er auf dem Fluss Woken Schlittschuh. 1972 vertrat er die Stadt bei den regionalen Eismeisterschaften von Hejiang und gewann alle drei Männerwettbewerbe im Eisschnelllauf. Ein Bericht der China Sports Daily aus dem Jahr 2017 hält anschließend seine Ernennung zum Trainer 1974 im Alter von 23 Jahren fest. Es waren aufeinanderfolgende Etappen: Bergarbeiter, Wettkämpfer und Trainer. Als Shorttrack in den 1980er-Jahren in China aufkam, stellte Meng den Schwerpunkt des Stadtkaders vom Eisschnelllauf auf Shorttrack um und richtete ihn vor allem auf den Frauenwettbewerb aus.
Aus dem Journal
Meng Qingyu: von der Kohle zur Shorttrack-Wende in Qitaihe
Mengs Arbeit im Bergbau, frühe Erfolge im Eisschnelllauf und seine spätere Rolle als Trainer markieren getrennte Etappen der Eislaufgeschichte Qitaihes.
In derselben Stadt · Qitaihe ↗Vom Bergarbeiter zum Trainer
Ein Team unter freiem Himmel aufbauen
Die ersten Trainingsbedingungen waren improvisiert. Laut dem Bericht von 2017 erzeugte Meng eine nur etwa zehn Quadratmeter große Eisfläche, indem er Wasser aus Waschbecken ausgoss, und ließ die Athleten darauf Kurven trainieren. Trainer und Läufer gossen und pflegten ihre Freiluftbahnen selbst; sie wohnten in einem zugigen Raum unter den Stadiontribünen, wo die Winternächte bitterkalt waren. Auch Trainingsgeräte und Werkzeuge zur Schlittschuhreparatur fertigte Meng selbst an. Diese Routine – Eis, Ausrüstung und ein Team aufzubauen – hilft zu verstehen, wie die Entscheidungen des Trainers zu einer lokalen Trainingspraxis wurden.