Aus dem Journal

Rotes Salz, weißes Salz: Die Holzgestelle von Mangkang

Am Lancang-Ufer bei Yanjing bilden Holzträger, Pflanzen, Erde und herangetragene Sole eine Arbeitslandschaft der Salzgewinnung.

In derselben Stadt · Chamdo ↗
Führerin Tashi Lhamo zeigt Salzkristalle unter einem Holzdach.
Tashi Lhamo zeigt Kristalle unter den hölzernen Salzbecken. Foto: Zhang Jianlin, Beijing News, 2024.

Salzfelder auf einer Holzkonstruktion

Im Dorf Jiada im Naxi-Tal von Mangkang liegen die Salzbecken auf einem schmalen Uferstreifen am Lancang. Ihre Anlage ist landwirtschaftlich und architektonisch zugleich: Holzpfosten tragen ebene Flächen, auf denen quadratische oder rechteckige Becken in unterschiedlicher Höhe stehen.

Ein Bericht vom September 2024 beschreibt, wie die Produzenten diese Tische vorbereiten. Auf die Holzfläche kommt Pflanzenmaterial, darüber Erde aus älteren Salzbecken. So entsteht eine kleine Arbeitsfläche aus mehreren Schichten. Das Holz trägt sie, die Pflanzen bilden einen Teil der Abdeckung und die Erde schafft eine vorbereitete Oberfläche für die Sole.

Salzbecken aus Holz in Jiada über dem Lancang.
Die Salzterrassen von Jiada über dem Lancang im Bericht vom September 2024. Foto: Zhang Jianlin, Beijing News.

Wasser tragen und konzentrieren

Die örtliche Führerin Tashi Lhamo erklärte, dass Sole aus den Brunnen in Holzgefäßen herangetragen und zunächst in Becken gegossen wird, um sie zu konzentrieren. Anschließend kommt sie in die Salzbecken. Wasser verdunstet allmählich und Salz kristallisiert; das Wetter bestimmt damit den Arbeitsrhythmus.

Der Bericht nennt unterschiedliche Abstände zwischen den Ernten bei günstigen und schlechten Bedingungen. Entscheidend ist die Abfolge: tragen, konzentrieren, verteilen, sammeln. In einer fertigen Menge Salz stecken wiederholte Arbeit und die Wartezeit, bis das Wasser verdunstet ist.

Zwei Ufer, zwei Farben

Der Bericht stellt das blassrote Salz des Westufers dem weißen Salz der Ostseite gegenüber und bringt den Unterschied mit dem Boden in Verbindung. Das westliche Produkt wird auch Pfirsichblütensalz genannt; örtlich ist der Name mit der Frühjahrsproduktion verbunden. Die Farbe verbindet einen Handelsnamen mit der Fläche, auf der das Salz entsteht.

Zur lokalen Erinnerung an Yanjing gehören Legenden von Herrschern, die um das Salz konkurrierten. Sie spiegeln den Wert eines Stoffes wider, der auch außerhalb seines Herstellungsorts gebraucht wurde. Die sichtbaren Salzfelder erzählen unmittelbarer davon: Holz, Erde, Sole und die Arbeit, Wasser in einen handelbaren Feststoff zu verwandeln.

Weiterentdecken · Yanjing Salt Terraces ↗
Bildquellen und Bildrechte
  1. Die Führerin Tashi Lhamo zeigt Salzkristalle an der Unterseite eines Holzdachs in einem Bericht vom September 2024. Foto: Zhang Jianlin, Beijing News.张建林/新京报 · No independent image licence established; private editorial research only Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗
  2. Die Salzterrassen von Jiada über dem Lancang im Bericht vom September 2024. Foto: Zhang Jianlin, Beijing News.张建林/新京报 · No independent image licence established; private editorial research only Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗