Aus dem Journal

Lingyuans Dinosaurier mit einer Mahlzeit im Bauch

Säugetierreste in einem Huadanosaurus-Fossil verbinden einen kleinen Räuber aus Lingyuan mit seiner Beute. Kiefer und Zähne tragen zur Erforschung seines Jagdverhaltens bei.

Die kleineren Knochen

Innerhalb des Umrisses eines kleinen Dinosaurierskeletts liegt eine zweite Art von Beleg: Knochen von Säugetieren, die es gefressen hatte. Der Dinosaurier ist Huadanosaurus sinensis, 2025 formal benannt nach einem Fund aus der Yixian-Formation in Dawangzhangzi, Lingyuan, in Liaonings Region Chaoyang.

Sein Holotypus, das Exemplar, das den wissenschaftlichen Namen verankert, trägt die Nummer IVPP V 14202. Ein veröffentlichtes Foto und eine Zeichnung kennzeichnen Säugetierreste in der Bauchregion. Die Mahlzeitreste lassen sich in direkter Verbindung mit dem Skelett untersuchen, das die Art definiert.

Zwei Säugetiergruppen im Befund

Die Darstellung der Forschungseinrichtung benennt Reste eines Eutriconodontiers und eines Eutheriers, zweier unterschiedlicher Säugetiergruppen. Das verhältnismäßig vollständige Eutriconodontier-Skelett stützte die Deutung, dass es im Ganzen verschluckt worden war.

Huadanosaurus besaß außerdem kräftige Zähne und Kiefer. Aus der Verbindung dieser anatomischen Merkmale mit der Mahlzeit schlossen die Forschenden auf die Fähigkeit, kleine Beute aktiv zu erjagen. Der Inhalt belegt unmittelbar den Verzehr; die Art des Fangens wird aus mehreren Hinweisen rekonstruiert. Zähne, Kiefer und erhaltene Beute tragen somit verschiedene Arten von Belegen zur Rekonstruktion bei.

Eine lange Zeit bis zum Namen

Die Veröffentlichung von Rui Qiu und Kollegen aus dem Jahr 2025 führte Huadanosaurus zusammen mit einem weiteren Dinosaurier, Sinosauropteryx lingyuanensis, ein. Die Exemplare waren bereits Jahre zuvor, 2000 und 2004, entdeckt worden. Ein neuer wissenschaftlicher Name kann deshalb ein neues Verständnis einer alten Sammlung bedeuten und nicht ein Fossil, das erst in dieser Saison aus dem Boden geholt wurde.

Das Team verglich Anatomie und evolutionäre Beziehungen mehrerer kleiner Theropoden. Die vorgeschlagenen Unterschiede in der Jagdstrategie ersetzen die vage Kategorie des kleinen fleischfressenden Dinosauriers durch Tiere, die Kopf, Kiefer und Gliedmaßen möglicherweise auf unterschiedliche Weise einsetzten.

Eine Mahlzeit in einem Ökosystem

Das Fossil gehört in die frühe Kreidezeit vor etwa 125 Millionen Jahren. Es bringt Säugetiere und einen nicht-avischen Dinosaurier in eine dokumentierte Nahrungsbeziehung. Sein Mageninhalt hält ein einzelnes Fressereignis im größeren Jehol-Ökosystem fest.

Die Forschenden stellten diese Mahlzeit neben anatomische Vergleiche mit verwandten kleinen Räubern. Unterschiede in Kiefern, Schädeln und Gliedmaßen deuteten darauf hin, dass Tiere derselben regionalen Umwelten Beute unterschiedlich nutzen konnten. Das ergänzt ihre rekonstruierten evolutionären Beziehungen um ökologische Details.

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