Aus dem Journal

Sipai am Ussuri: Fischerei und neue Lebensgrundlagen

Ein Bericht von 2024 dokumentiert, wie die Fischerei zu einer seltenen Erwerbsquelle wurde, während das Dorf Landwirtschaft und Dienstleistungen ausbaute.

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Vom Flussufer aufs Land und zu den Feldern

Sipai liegt am Westufer des mittleren Ussuri; auf der anderen Flussseite liegt Russland. Zur jüngeren Geschichte gehört ein bedeutender Wandel der Arbeit. Nachdem die Fischbestände im Fluss zurückgegangen waren, zogen die Fischer 1998 an Land und erschlossen mit politischer Unterstützung Ackerflächen. Reis, Mais und Sojabohnen wurden wichtige Feldfrüchte. In einem Bericht von 2024 sagte der Dorfsekretär You Junpeng, dass nur noch zwei Haushalte hauptberuflich als Fischer tätig seien. Diese zeitgebundene Momentaufnahme zeigt, wie stark sich die Dorfwirtschaft verändert hatte.

Flussküche und neue Arbeit

Auch das Wissen über die Fischerei fand neue Verwendungen. Yu Chunwen, ein lokaler Träger der Hezhe-Traditionen des Fischessens, betrieb mit seiner Frau ein Restaurant und eine Privatunterkunft. Der Bericht von 2024 zählte im Dorf zehn Restaurants und neunzehn Privatunterkünfte neben Reisanbau und -verarbeitung. Kulturelle Arbeit bildete einen weiteren Zweig: Lu Yanhua leitete Imakan-Aufführungen, während You Juntao die Birkenrindenkunst weitertrug. Der Fluss blieb zentral für die lokale Identität, während die Bewohner ihre Lebensgrundlagen mit Landwirtschaft, Essen, Gastfreundschaft und handwerklichem Können aufbauten.

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