Aus dem Journal

Ein Blatt beginnt in Mangtuan mit Rinde

Maulbeerpapierbaumrinde wird eingeweicht, gekocht, geschlagen und zu Papier geformt, bevor sie als Schreib- oder Verpackungsfläche dient.

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Das Material reist, bevor das Blatt entsteht

In Mangtuan im Ort Mengding des Kreises Gengma ist die Rinde des Papiermaulbeerbaums der Rohstoff. Das Denkmalregister von Yunnan beschreibt ihren Einkauf in nahe gelegenen Dörfern. So ist der Haushalt der Papiermacher mit einem Versorgungsgebiet verbunden, das über die eigenen Mauern hinausreicht. Die Rinde wird vorbereitet, ehe sie zu Faserbrei werden kann; in jedem fertigen Blatt steckt daher die Arbeit des Sammelns ebenso wie die des Herstellens.

Die Werkzeuge sind schlicht: ein Eisentopf, Geräte aus Bambus und Holz sowie Stein, der bei der Arbeit zum Einsatz kommt. Auf das Vorbereiten der Rinde, die Zugabe von Asche und das Kochen folgen Waschen und Schlagen. Aus dem Streifen Pflanzenmaterial wird nach und nach eine weiche, verteilte Masse. Nicht ein einzelnes Werkzeug, sondern die Abfolge der Arbeitsschritte macht die Verwandlung möglich.

Aus einer nassen Fläche wird ein nutzbares Blatt

Beim Schöpfen wird der Faserbrei auf einen mit Stoff und Bambus bespannten Rahmen verteilt. Die nasse Fläche wird anschließend getrocknet, geglättet und abgelöst. Jeder Schritt verändert die Handhabung: Aus loser Rinde wird verarbeitbarer Brei und daraus ein Blatt, das sich heben, stapeln, beschreiben oder falten lässt.

Im Juli 2013 lernte ein Team der Akademie für Kunst und Design der Tsinghua-Universität das Verfahren bei einem Dorfprojekt vor Ort. Der veröffentlichte Bericht beschreibt die Herstellung im Haushalt und die Verwendung des Papiers für buddhistische Texte. Die Studierenden schlugen außerdem neue Anwendungen für Buchumschläge, Schreibwaren und Verpackungen vor. Diese Designvorschläge entstanden während des Projekts und sind von den etablierten Verwendungen des Handwerks zu unterscheiden.

Ein mit gepressten Blüten und Blättern verziertes Blatt hängt an einem Holzpfosten; dahinter stehen flache Rahmen.
Ein handgeschöpftes Blatt mit eingelegten Blüten und Blättern hängt im Arbeitsbereich des offiziellen Profils zur Papierherstellung in Mangtuan. Die Quellenseite datiert das Foto nicht und nennt keine herstellende Person.
Ein rechteckiges Papierschöpfsieb liegt über einem flachen Rahmen mit feuchtem Faserbrei.
Eine Form beziehungsweise ein Sieb zum Schöpfen von handgeschöpftem Papier, gezeigt im offiziellen Profil zur Dai-Papierherstellung in Mangtuan. Das Bild dokumentiert das Werkzeug zur Blattbildung, keine datierte Vorführung durch eine identifizierte handwerklich tätige Person.
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Bildquellen und Bildrechte
  1. Ein handgeschöpftes Blatt mit eingelegten Blüten und Blättern hängt im Arbeitsbereich des offiziellen Profils zur Papierherstellung in Mangtuan. Die Quellenseite datiert das Foto nicht und nennt keine herstellende Person.unknown · unknown Quelle des Fotos ↗ Proportional verkleinert und in WebP umgewandelt, ohne Beschnitt oder Vergrößerung.
  2. Eine Form beziehungsweise ein Sieb zum Schöpfen von handgeschöpftem Papier, gezeigt im offiziellen Profil zur Dai-Papierherstellung in Mangtuan. Das Bild dokumentiert das Werkzeug zur Blattbildung, keine datierte Vorführung durch eine identifizierte handwerklich tätige Person.unknown · unknown Quelle des Fotos ↗ Proportional verkleinert und in WebP umgewandelt, ohne Beschnitt oder Vergrößerung.