Ein Studiogelände aus der Zeit vor den Nachkriegsfilmen Der alte Filmcampus in Changchun entstand auf dem Gelände der Mandschurischen Filmvereinigung während der japanischen Besatzung. Ein Denkmalverzeichnis datiert die Hauptgebäude auf 1937 bis 1939 und führt sechs nummerierte Studios auf. Der Komplex aus Kulissen, Bühnen und Produktionsräumen wurde für die Filmkultur der Besatzungszeit errichtet. Als chinesische Filmschaffende die Gebäude später nutzten, waren sie bereits für die Produktion großer Filme angelegt.
Die Überlieferungen unterscheiden mehr als einen institutionellen Anfang: Eine Gedenkschrift datiert die Entstehung des Studios auf Oktober 1945, während die Chronik der Provinz Jilin die formelle Gründung des Nordost-Filmstudios auf Oktober 1946 setzt. Im April 1949 kehrte das Nordost-Filmstudio an den Standort in Changchun zurück; 1955 erhielt es den Namen Filmstudio Changchun. Diese Phasen verleihen dem Studiogelände eine Geschichte, in der sich übernommene Gebäude mit einem neuen institutionellen Zweck verbinden.
Eine Eisenbahnwerkstatt wurde zur Geschichte von Die Brücke Die Brücke stellte industrielle Arbeit ins Zentrum seiner Handlung. Die Eisenbahner müssen innerhalb einer Frist Brückenlager und Nieten herstellen, während Werksleiter und Filmteam Produktionsprobleme lösen. Die Chronik der Provinz Jilin nennt Yu Min als Drehbuchautor, Wang Bin als Regisseur, Bao Jie für die Kamera und He Shide für die Musik. Diese Angaben bezeichnen die verschiedenen Aufgaben hinter der Filmgeschichte.
Yu Mins Recherchen in Harbin haben einen genau benannten Ort: In der Rückschau von 2007 erzählte er, er habe drei Monate im Harbiner Waggonwerk verbracht. Dort habe ihm der Leiter Song Jinsheng (宋金声) die Geschichte hinter Die Brücke erzählt. Ein Bericht der Changchun-Tageszeitung aus dem Jahr 2020 benennt den Bericht aus dem Werk unabhängig davon als Grundlage der Filmgeschichte.

