Aus dem Journal

Zwei Schriften auf einer Stele: Qutan in einer Pekinger Ausstellung

Eine Ausstellung in Peking zeigte 2026 eine Nachbildung der Stele der Hinterhalle des Qutan-Klosters. Chinesische und tibetische Inschriften stehen auf den gegenüberliegenden Seiten.

Das Qutan-Kloster in seiner Berglandschaft, aufgenommen 2004.
Das Qutan-Kloster in seiner Berglandschaft, aufgenommen 2004.

Ein Stein, zwei beschriftete Seiten

Die Pekinger Ausstellung „Hochland-Seidenstraße: Licht von Qutan“ zeigte 2026 eine Nachbildung der Stele der Hinterhalle. Auf der Vorderseite steht chinesische Regelschrift, auf der Rückseite tibetische Schrift. Beide Schriften teilen sich einen Stein, liegen aber auf getrennten Seiten; für den jeweils anderen Text muss man um das Monument herumgehen.

Laut Ausstellungsbeschreibung geht die Nachbildung auf eine Stele des Qutan-Klosters in Ledu zurück. Ihre Inschrift enthält das Wort „China“. Die Aufteilung auf zwei Seiten macht Zweisprachigkeit sowohl als Text als auch als materielle Anordnung der Stele sichtbar.

Vom Stelenhof in die Ausstellung

Zum Baukomplex von Qutan gehören zwei kaiserliche Stelen: die Stele des Qutan-Klosters und die Stele der Hinterhalle. Ein Fachmann verortet beide im Hof des Stelenpavillons und datiert die Inschrift der ersten auf 1408. Die Steinmonumente stehen eigenständig in einer Anlage aus Hallen, Höfen und Korridoren.

Die Pekinger Nachbildung brachte eine der Stelen in einen Ausstellungsraum. Dort lässt sich der Stein als Objekt mit seinen beiden beschrifteten Seiten betrachten. Am Standort Qutan gehört die Stele zugleich zum Pavillon und zur Baugeschichte des Klosters.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Das Qutan-Kloster in seiner Berglandschaft, aufgenommen 2004.Andreas Gruschke (Freiburg) · CC BY-SA 3.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Proportional verkleinert und ohne Beschnitt in WebP umgewandelt. Keine Objekte hinzugefügt, entfernt oder rekonstruiert.