Aus dem Journal

Bianbas drei Farbseen: Namen entlang eines Berghangs

Die Tourismusbehörde von Chamdo verortet die Drei Farbseen beim Dorf Puyu und beschreibt die Lagebeziehung von Schwarzem, Weißem und Gelbem See. Die Namen gehen auf Beobachtungen der Ufer und Mineralien zurück, ersetzen aber keine Wasseranalyse.

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Drei Namen an einem Hang

Laut der Darstellung der Kultur- und Tourismusbehörde von Chamdo liegen die Drei Farbseen beim Dorf Puyu, etwa 50 Kilometer vom Verwaltungssitz des Kreises Bianba entfernt. Gemeint sind drei getrennte Bergbecken: Schwarzer, Weißer und Gelber See. Niedrige Höhenrücken trennen sie; zusammen sollen sie wie das chinesische Schriftzeichen „品“ angeordnet sein. Es handelt sich nicht um einen See, der auf Fotos seine Farbe wechselt, sondern um benachbarte Gewässer mit eigenen Ufern und Abflüssen.

Die Geografie gibt auch dem Wasserlauf eine Reihenfolge: Wasser aus dem Schwarzen See fließt durch eine Felsspalte in den tiefer gelegenen Weißen See und von dort zum oberen Nu-Fluss. Der Gelbe See wird als kleiner, geschlossen und eigenständig beschrieben. Bevor man nach der Farbe fragt, lässt sich so zunächst die Verbindung der Becken nachvollziehen.

Das Ufer als Farbbeschreibung

Der Tourismusbericht verbindet den Namen des Schwarzen Sees mit dunklem Gestein im Wasser und einer tief wirkenden Farbe. Der Weiße See sei flacher und von hellem Sand und Kies gesäumt; der kleinste, Gelbe See habe trübes Wasser und gelbliche Mineralien. Das sind Beobachtungen aus einer touristischen Darstellung, keine Laboranalyse von Pigmenten, gelösten Mineralien, Licht oder jahreszeitlicher Durchmischung.

Das Wort „Farbe“ verweist auf unterschiedliche Merkmale: beim Schwarzen See auf Fels und Tiefe, beim Weißen auf das offene helle Ufer, beim Gelben auf Schwebstoffe und Mineralien. Ohne wiederholte Beobachtungen über das Jahr und Wasserproben lässt sich aus der Quelle weder die Beständigkeit der Erscheinungen noch ihr vorherrschender Prozess ableiten.

Was sich bei einem Besuch festhalten lässt

Die Behördenseite nennt für alle drei Seen zusammen etwa 150.000 Quadratmeter, davon rund 100.000 für den Schwarzen See. Das sind Angaben aus einer touristischen Beschreibung und keine hier zitierte aktuelle hydrologische Erhebung. Dieselbe Seite erwähnt Rhododendren, Wald und alte Befestigungen und ordnet die Seen damit in eine größere Berglandschaft ein.

Ein Feldnotizbuch kann Datum, Standort, Wetter, Wasserstand und sichtbares Ufer festhalten. Für eine Erklärung der Farben bräuchte es zusätzliche Daten zu Wasserchemie, Sedimenten und jahreszeitlichen Veränderungen. Am nützlichsten ist die offizielle Darstellung als Wegweiser zu drei benachbarten Becken: eines an dunklem Fels, eines mit hellem Ufer und ein drittes, das für sich steht.

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