Aus dem Journal

Das Kumbum von Pelkor Chöde: Wandmalereien und Maler

Das Kumbum aus dem 15. Jahrhundert umfasst 73 Kapellen; ein Shariputra-Bild und Maler aus Tsang prägen die Bildwelt von Pelkor Chöde.

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Wandmalerei des Shariputra in Pelkor Chöde
Eine Wandmalerei aus dem 15. Jahrhundert mit Shariputra in Pelkor Chöde.

Gründung und Bauprojekt des 15. Jahrhunderts

Der Feldbericht des Palastmuseums nennt den Herrscher von Gyantse, Rabten Kunzang (1389–1442), und Khedrup Je (1385–1438), der an der Gründung von Pelkor Chöde mitwirkte. Die Kunsthistorikerin Shengnan Dong datiert das Kumbum, den monumentalen Stupa im Zentrum der Anlage, auf etwa 1427–1442. Seine bemalten Kapellen gehören zu einem konkreten Bauprojekt des 15. Jahrhunderts, in dem Andacht, Skulptur und Wandmalerei zusammenkamen.

Pelkor-Chöde-Kloster mit dem Kumbum im Hintergrund
Das Kloster Pelkor Chöde und das Kumbum in Gyantse.

Shariputra im Wandbild

Das hier gezeigte Wandbild stellt Shariputra dar, einen indischen buddhistischen Mönch, der frontal unter einem Nimbus sitzt. Eine erhobene Hand, die breiten Falten seines Gewandes und ein Musterfeld aus Blumen, Wolkenranken und weiteren Ornamenten rahmen die Figur sorgfältig. Das Gesicht ist dem Betrachter zugewandt, die Dekoration breitet sich über die Wand aus. So steht ein namentlich bekannter Lehrer inmitten geordneter Bilddetails.

Ein Stupa mit vielen Türen

Das Kumbum folgt dem Tashi-Gomang-Typ, dem „Stupa der vielen Türen“. Eine vierstufige Terrasse öffnet sich zu Kapellen auf acht Geschossen; die Kunsthistorikerin Shengnan Dong zählt dreiundsiebzig. Auf jedem Geschoss führt ein offener Umgang zu den einzelnen Kapellen. Im zentralen Bumpa liegen vier Haupttempel; weiter oben verläuft im Harmika ein innerer Umgang über zwei Geschosse um die Mittelsäule. Der Aufstieg führt durch eine Folge von Räumen, Bildern und rituellen Wegen.

Maler und die Begegnung der Stile

Inschriften in den Kapellen des Kumbum nennen mindestens 39 Maler aus verschiedenen Gegenden Tsangs. Laut Dong beaufsichtigte Rinchen Peldrub, Abt des nahegelegenen Klosters Nenying, das Vorhaben; in den meisten Kapellen arbeiteten Meister und Schüler im Team. Die Wandmalereien umgeben Skulpturen und verbinden mehrere Bildsprachen: Pflanzenranken und Blumen weisen auf starken nepalesischen Einfluss, Wolken und naturalistische Figuren auf chinesische Elemente. Eine Wand bewahrt so Spuren gemeinsamer Arbeit und künstlerischen Austauschs.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Eine Wandmalerei aus dem 15. Jahrhundert mit Shariputra in Pelkor Chöde.Monk at Palcho monastery · Public domain Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗
  2. Das Kloster Pelkor Chöde und das Kumbum in Gyantse.LBM1948 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗