Niushoushan

Niushoushan: Einblick in zeitgenössische buddhistische Architektur

Der Berg Niushoushan blickt auf eine lange buddhistische Geschichte zurück; der Foding-Palast ist hingegen ein zeitgenössischer Bau. Kuppeln, unterirdische Räume und religiöse Nutzung zeigen, wie alte Landschaft und heutige Architektur zusammentreffen.

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Ein Berg, den die Zeit verändert hat

Der Name Niushoushan geht auf den früheren Umriss der östlichen und westlichen Gipfel zurück, die wie Rinderhörner wirkten. Der Eisenerzabbau veränderte den Westgipfel. Der Westgipfel wurde zwischen 1937 und 1958 in zwei Abbauphasen durch Eisenerzgewinnung beschädigt; zurück blieb ein tiefer Tagebau. Der Foding-Palast steht auf diesem ehemaligen Bergwerksgelände. Ältere buddhistische Spuren wie die Hongjue-Pagode finden sich an anderen Stellen des Berges. In der Tang-Zeit verbreitete der Mönch Farong hier eine mit der Niutou-Chan-Tradition verbundene Lehre. Berg, Bergbau, Tempel und Chan gehören zu verschiedenen älteren Zeitschichten.

Ein zeitgenössischer Bau im früheren Tagebau

Der Foding-Palast wurde als Teil des Kulturareals Niushoushan gebaut und 2015 eröffnet. Er liegt im früheren Tagebau am Westgipfel und dient der langfristigen Verehrung einer Reliquie, die Buddhisten als Scheitelbein-Reliquie des Buddha achten. Die Betreiber beschreiben eine große und eine kleine Kuppel; die kleine überdeckt den unterirdischen Kern. Beide Formen stehen für äußere und innere Darbringung. Laut offizieller Darstellung bezieht sich die große Kuppel auf den Ostgipfel; der Palast steht im früheren Tagebau am Westgipfel. Neben religiösen Räumen gibt es Bereiche zur Vermittlung buddhistischer Kultur.

Außenansicht des Foding-Palasts, aufgenommen 2024.
Außenansicht des Foding-Palasts, aufgenommen 2024.

Neun Ebenen unter den Kuppeln

Der Palast hat neun Ebenen: drei oberirdische und sechs unterirdische. Die Hauptbereiche heißen Chan-Panorama (禅境大观, Chánjìng Dàguān), Reliquienhalle (舍利大殿, Shèlì Dàdiàn) und Reliquienverwahrung (舍利藏宫, Shèlì Cánggōng). Der räumliche Ablauf führt von einem offenen Vermittlungsbereich zu zunehmend inneren religiösen Räumen. Die Gärten zeigen Geburt und Erwachen des Buddha; dazwischen liegt das Theater in Lotusform. Die Halle der Tausend Buddhas in der Reliquienhalle ist oval und gewölbt; der umlaufende Korridor der Zehntausend Buddhas liegt in den Untergeschossen drei bis fünf. Rot, Gelb und dunkles Gold prägen den Raum. Wiederholte Figuren und Muster ordnen sich um den zentralen Reliquienstupa. Der zentrale Reliquienstupa ist 21,8 Meter hoch und gibt der Halle eine klare vertikale Mitte. Die Halle der Tausend Buddhas folgt einer Fünf-Richtungen-Anordnung: Der Reliquienstupa steht in der Mitte, vier Buddhas sind um ihn herum angeordnet.

Die Kuppel des Foding-Palasts, aufgenommen 2025.
Die Kuppel des Foding-Palasts, aufgenommen 2025.

Licht und Weg durch das Innere

Beim Abstieg von den Eingangsebenen markieren wechselnde Deckenhöhen und Beleuchtung die Übergänge. In der Halle der Tausend Buddhas bündelt die Kuppel die wiederholten Bilder um eine Mittelachse; dort steht der große Stupa. Im dritten Untergeschoss stehen chinesisch-buddhistische Kultur, Sutrentexte und Malerei im Mittelpunkt; das vierte zeigt Erzählungen des indischen Buddhismus, das fünfte frühere Leben Buddhas und Reliquienkultur. Zeitgenössische Architektur verteilt das Licht zwischen kultureller Vermittlung und religiös genutzten Räumen. Der Weg führt von der kulturellen Vermittlung schrittweise zu religiösen Nutzungen, und die Atmosphäre verändert sich entsprechend.

Die Halle der Tausend Buddhas im Foding-Palast.
Die Halle der Tausend Buddhas im Foding-Palast.

Ein weiterhin religiös genutzter Ort

Im tiefsten Bereich liegt die Reliquienverwahrung mit dem Sanktuarium, in dem die Reliquie dauerhaft aufbewahrt wird. Dunkle Farben, ein Umwandlungsgang und der zentrale Reliquienschrein unterscheiden diesen Raum von den helleren Hallen darüber. Die Reliquie wird an festgelegten Tagen öffentlich gezeigt; Zugang und Teilnahme richten sich nach den Vorgaben vor Ort. Die buddhistische Geschichte des Berges entstand über Jahrhunderte. Der Foding-Palast ist ein zeitgenössisches Gebäude für Verehrung, kulturelle Vermittlung und die langfristige Aufbewahrung der Reliquie. In der Reliquienverwahrung führt ein 66 Meter langer Korridor entlang der sechs Vollkommenheiten; dazu gehören Räume für Weihrauch-, Licht-, Wasser- und Blumengaben.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Außenansicht des Foding-Palasts, aufgenommen 2024.Chainwit. · CC BY 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Nur verkleinert und in WebP umgewandelt.
  2. Die Kuppel des Foding-Palasts, aufgenommen 2025.颐园居 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Nur verkleinert und in WebP umgewandelt.
  3. Die Halle der Tausend Buddhas im Foding-Palast.Janak Bhatta · CC BY 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Nur verkleinert und in WebP umgewandelt.