Aus dem Journal

Mulings Wälder nach dem Ende der Abholzung

Nachdem 2014 der kommerzielle Einschlag natürlicher Wälder endete, weitete das Forstamt Muling Schutzmaßnahmen, Zertifizierung nachhaltiger Bewirtschaftung und Nichtholzprodukte des Waldes aus.

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Ein datierter Wandel der Forstarbeit

Am 1. April 2014 stellte das Forstgebiet Muling den kommerziellen Einschlag natürlicher Wälder ein. Die Arbeit verlagerte sich auf Schutz, Pflege, Durchforstung und Aufforstung. Bis 2022 umfasste das Schutznetz fünf Stationen, 17 Patrouillenteams, 42 Futterstellen für Wildtiere und mehr als 540 Infrarotkameras. Im Januar 2016 hielt der Ranger Wang Daohui mit einer Kamera einen wild lebenden Tiger in Muling fest. In der Geschichte der Forstverwaltung wurden 90.800 Hektar wiederhergestellt und 160.100 Hektar gepflegt. Auch Zertifizierungen wurden Teil des Wandels: Muling begann 2008 mit der Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung, erhielt 2013 das chinesische Forstzertifikat und erneuerte 2018 sein Zertifikat für Waldbewirtschaftung. Zugleich wurden sechs Kategorien von Nichtholzprodukten in das System aufgenommen. Bis 2023 umfasste die zertifizierte Bewirtschaftung 240.000 Hektar, darunter 74.600 Hektar Wald mit hohem Schutzwert.

Lebensgrundlagen unter dem Blätterdach

Eine neue Wirtschaft rund um Waldprodukte ist gewachsen, während der Wald selbst Produktionsgrundlage bleibt. Bis 2025 umfasste Mulings Sortiment aus dem Wald Ginseng, Mu-Err-Pilze, Honig, Pinienkerne und frischen Mais. Ginseng wächst in Waldboden, Mu-Err wird auf Sägemehl von Laubbäumen kultiviert, und Bienen werden in der Nähe von Schutzgebieten gehalten. In jenem Jahr waren 2.338,8 Mu mit Ginseng bepflanzt; der Anbau von Mu-Err erreichte 15,859 Millionen Substratbeutel, und in der Region gab es 28.000 Bienenvölker. Waldprodukte machen die bewirtschaftete Landschaft auf neue Weise produktiv; Zertifizierung und ökologische Pflichten prägen dabei die Lieferkette.

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