Lijiangs Lage zwischen Gebirgspässen verlieh der Stadt eine Bedeutung, die über die einer einzelnen Marktstraße hinausging. Die UNESCO beschreibt die Altstadt seit dem 12. Jahrhundert als wichtigen Umschlagplatz für den Handel zwischen Sichuan, Yunnan und Tibet. Dieselbe Darstellung verortet sie dort, wo die südliche Seidenstraße mit den Tee- und Pferdewegen verbunden war. Gemeint sind historische Netzwerke, nicht eine einzige markierte Straße, die unverändert durch jede Siedlung führte.
Der Stadtplan gibt dieser regionalen Rolle einen konkreten Ort. Die UNESCO bezeichnet Dayan als Handelszentrum; in den Unterlagen zur Nominierung wird Sifangjie als traditioneller Handelsplatz im Nordwesten Yunnans beschrieben. Vom zentralen Markt ausgehende Straßen und durch den Ort führende Kanäle helfen zu erklären, wie Bewegung und Austausch organisiert waren. Sie zeigen für sich genommen jedoch nicht, welche Waren, Händler oder Geschäfte an einem bestimmten Tag hindurchkamen.