In Shanxi gehört der Name Jiwang-Tempel nicht einem einzigen Gebäude. Er bezeichnet Tempel, in denen Houji verehrt wird, und die Provinz hat mehr als einen davon: Der Tempel in Jishan steht an der Weststraße innerhalb der Kreisstadt, ein zweiter, im Kreis Wanrong, liegt im Dorf Taizhao in der Gemeinde Nanzhang, und ein verwandter Tempel, der Jiyi-Tempel, steht in Yangwang im Kreis Xinjiang. Die Wörter sind schlicht. Ji ist Hirse, wang ist Herr, die Widmung gilt also dem Herrn der Hirse, der Gestalt, der die chinesische Überlieferung die Anfänge des Getreideanbaus zuschreibt. Der Name des Kreises Jishan trägt dasselbe Schriftzeichen.
Aus dem Journal
Der Tempel des Korngottes in Jishan
Ein Tempel für Houji an der Hauptstraße der Kreisstadt Jishan, gelesen in den drei Tempeln, die den Namen teilen, und im Ackerbaubecken ringsum.
In derselben Stadt · Stadt Yuncheng ↗Ein Kreis, nach einem Korngott benannt
Die Halle und die Gaben
Ein Tempel dieser Art wird gewöhnlich in seinen Hallen und seinen Opfergaben gelesen, und die Überlieferung hier erlaubt das nicht. Sie gibt eine Widmung und eine Adresse: Houji und die Weststraße innerhalb der Kreisstadt Jishan, mit zwei Nachbarn genannt, dem Tempel im Dorf Taizhao in Wanrong und dem Jiyi-Tempel in Yangwang im Kreis Xinjiang. Die Verteilung ist der Befund, der zu halten ist. Ein Gott, der in mehreren Kreisen verehrt wird, ist ein Gott, dessen Kult lokal organisiert war, jeder Ort behielt sein eigenes Gebäude, während der Name zwischen ihnen wanderte. Was in die Halle von Jishan getragen wurde, ist nicht überliefert; was die Überlieferung festhält, ist die Adresse.
Weshalb die Bauern kamen
Der Kreis gehört zu Yuncheng, einem Becken, das die chinesische Darstellung als flach, klimatisch mild und als traditionelle Agrarregion beschreibt, und ein Tempel für den Herrn der Hirse ist der Bau, den eine solche Region an die Hauptstraße einer Kreisstadt setzt. Wonach die Bauern fragten, ist hier nicht überliefert, und es ist besser, das zu sagen, als die Lücke mit Ernteszenen zu füllen. Was sich sagen lässt, ist strukturell: Die Widmung nennt Getreide, die Adresse ist die Hauptstraße des Kreissitzes, und den Gott teilt der Ort mit einem Dorf und einem Nachbarkreis. Der Tempel ist eine Aussage darüber, wovon der Ort lebte, an seiner öffentlichsten Stelle.