Aus dem Journal

Der Xianglu-Tempel und der Kreis, der ihn trägt

Der Artikel nimmt den Kreis Liulin als Thema: ein Kreis am Gelben Fluss in Lüliang, 1.288 Quadratkilometer groß, 1971 gegründet, Kokskohlebasis und Dattelkreis.

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Das Ostufer bei Liulin

Der Kreis Liulin, einer der Kreise von Lüliang, liegt im Westen Shanxis und erreicht an seiner Westseite den Gelben Fluss, wo das Land von Ost nach West zum Wasser abfällt. Der Kreis umfasst 1.288 Quadratkilometer, und seine Verwaltung sitzt in der Gemeinde Liulin, von der er seinen Namen hat. Liulin ist nach chinesischem Maßstab jung: Es wurde 1971 gebildet, aus dreizehn Kommunen und einer Gemeinde im Westen des Kreises Lishi und zwölf Kommunen im Nordwesten des Kreises Zhongyang, mit dem Bericht im Juli 1971 und der Zustimmung des Staatsrats im Oktober 1973. Der Fluss ist die Westgrenze des Kreises; das Land steigt von ihm weg an.

Kohle unten, Datteln oben

Die Wirtschaft des Kreises ruht auf zwei Dingen, die aus dem Boden kommen, und einem, das von Bäumen kommt. Liulin liegt im Herzen des Hedong-Kohlefelds und ist eine der Hauptkokskohlebasen Shanxis, der Brennstoff hinter der Industrie der Provinz. Es ist zudem einer der fünf großen Dattelkreise des Landes, und 1998 nannte das Landwirtschaftsministerium die Gemeinde Sanjiao Chinas Rotdattelort Nummer eins. Die Datteln und die Kohle teilen dieselbe Landschaft: Die Bäume halten die Hänge über dem Fluss, die Bergwerke arbeiten die Flöze darunter. Kohle und Datteln, nicht Bauten, sind es, wovon die Überlieferung des Kreises am meisten zu sagen hat.

Was sich sagen lässt und was nicht

Dieser Artikel spielt im Kreis, nicht am Heiligtum. Die für ihn gelesenen Nachschlagewerke beschreiben Liulin: seine Größe, seine Gründung, seine Kohle und seine Datteln. Sie beschreiben den Xianglu-Tempel nicht, nennen weder seine Bauten noch seine Daten oder seinen Platz am Fluss und verzeichnen keine Denkmaleinstufung für ihn. So bleibt das Heiligtum unbeschrieben: kein Bau, kein Datum, keine Lage am Wasser, kein Rang in einer Liste. Sagen lässt sich, wo der Kreis liegt, in dem der Tempel steht: am Ostufer des Gelben Flusses, in Lüliang, in einer Landschaft aus Kohleflözen und Dattelbäumen.

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