In der Präsentation des immateriellen Erbes von Qinghai stehen Wandmalerei, Applikation und Butterplastik für drei verschiedene Wege, ein Bild zu gestalten. Eine Ausstellung im Pekinger Prinz-Gong-Palast ordnete diese Praktiken 2020 in eine gemeinsame Darstellung des Qinghai-Erbes ein. Pigment breitet sich auf einer Wand aus; zugeschnittene Seide wird geschichtet und zu Reliefs vernäht; Butter wird rundum modelliert. Die Ausstellung brachte Objekte und Vorführungen aus verschiedenen Teilen Xining zusammen und machte Materialien vergleichbar, die gewöhnlich in unterschiedlichen Umgebungen vorkommen.
Ein Bericht aus Huangzhong beschreibt, wie farbige Seide zugeschnitten, geschichtet, befestigt und vernäht wird. Am fertigen Relief bleiben Stoffkanten und Nähte sichtbar. Ein Wandbild gehört zu einer architektonischen Fläche; Butterplastik entsteht aus einem Material, das kühl bleiben muss. Die Oberflächen lenken den Blick unterschiedlich: Das gemalte Bild breitet sich an der Wand aus, vernähter Stoff gewinnt Höhe, und modellierte Butter nimmt von allen Seiten Raum ein.

