Aus dem Journal

Mangkang-Xianzi: Ein Kreis unter der Führung der Fiedel

Eine kurz gebaute Fiedel, lange Ärmel und antwortende Stimmen geben dem Mangkang-Xianzi einen gemeinsamen Rhythmus, der Menschen an vielen Orten zusammenführt.

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Der Xianzi-Musiker Tsering Wangdu hält das Streichinstrument.
Tsering Wangdu, Praktiker des Mangkang-Xianzi, im Bericht vom September 2024. Foto: Zhang Jianlin, Beijing News.

Musik gehört in den Kreis

Beim Mangkang-Xianzi kann der Musiker Teil der bewegten Gruppe sein. Ein Bericht von 2024 beschreibt Männer, die die örtliche Streichfiedel Baiyang spielen und zugleich einen Kreis von Tänzern anführen. Das Instrument wird mit der Erhu verglichen, aber als kürzer und dicker beschrieben. Die Musik kommt nicht nur von außen, sondern bewegt sich mit dem Tanz.

Derselbe Bericht hält eine Aufführung von Bauern und Hirten aus dem Naxi-Tal fest. Tsering Wangdu, ihr Lehrer, leitete eine Übung, an der auch Menschen aus der örtlichen Gemeinschaft teilnahmen. Öffentliche Aufführung und alltäglicher sozialer Tanzkreis beruhen auf gemeinsamem Wissen um Rhythmus und Bewegung.

Zusammenfinden, öffnen und antworten

Tsering Wangdu beschreibt, wie Tänzer sich sammeln, auseinandergehen und im Kreis bewegen; Männer und Frauen nehmen jeweils Teile der Gruppe ein. Der führende Fiedelspieler gibt die Richtung vor, die langen Ärmel führen die sichtbare Armbewegung weiter. Der Kreis verändert seine Form und bleibt doch erkennbar.

Auch die Stimmen antworten einander. Gesang und Tanz entwickeln sich zusammen, sodass man sowohl dem Klang als auch der Person neben sich folgt. Die gemeinsame Form entsteht durch wiederholte kleine Anpassungen. Der Kreis ist eine Anordnung von Körpern und zugleich eine Weise, den Austausch hör- und sichtbar zu halten.

Eine Familienfertigkeit wird gemeinschaftlich

Der Bericht führt Tsering Wangdus Lernen auf seinen Vater Gesong zurück und vermerkt seine Arbeit mit dem Kreiskunstensemble seit 1984. Lernen in der Familie und organisierte Aufführung treffen sich in einer Laufbahn. Durch Unterricht erhalten andere Zugang zu Bewegungen und musikalischen Beziehungen, die gemeinsam eingeübt werden.

Als Anlässe für Xianzi nennt derselbe Bericht Einweihungen, Hochzeiten und Neujahrstreffen. Der Tanz braucht weder eine einzige feste Bühne noch eine feste Gruppengröße. Er passt sich dem verfügbaren Ort an und bewahrt doch die führende Fiedel, den bewegten Kreis und die antwortenden Stimmen. Die Teilnehmenden tragen seine erkennbare Gestalt weiter.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Tsering Wangdu veranschaulicht den instrumentalen Rahmen des Mangkang-Xianzi im Bericht von 2024. Foto: Zhang Jianlin, Beijing News. Er ist ein anderer Praktiker als Jiangcuo im Text.张建林/新京报 · No independent image licence established; private editorial research only Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗