1073 errichtete Khön Konchok Gyalpo am Fuß des Berges Bonpo ein Kloster und gründete die Sakya-Schule, so ein Vortrag des Palastmuseums über Phagpas Leben. Die religiöse Institution wurde Teil der Geschichte der Khön-Familie, deren Nachkommen in der Sakya-Tradition Einfluss gewannen. Lehrer und Verwandte trugen religiöse Autorität und Wissen über Generationen hinweg weiter und setzten die Geschichte des Klosters fort.
Aus dem Journal
Eine Familienlinie, ein Kloster und Phagpas Ausbildung
Die Gründung des Klosters Sakya im Jahr 1073 und Phagpas Kindheit in der Khön-Familie zeigen, wie religiöse Bildung und Abstammung ein Zentrum des tibetischen Buddhismus prägten.
In derselben Stadt · Shigatse ↗Ein von der Khön-Familie gegründetes Kloster
Phagpas Kindheit in einer gelehrten Familie
Der Vortrag des Palastmuseums verortet Phagpas Geburt im Jahr 1235 in Rukong, im Kreis Angren in Tsang. Er war der älteste Sohn von Sangcha Sönam Gyaltsen und Kunga Gyi. Sein Onkel Sakya Pandita gehörte zu den führenden Lehrern der Sakya-Tradition. Die Verwandtschaft verband den Jungen mit etablierten Lehrern; das Studium bereitete ihn darauf vor, an dieser Tradition teilzunehmen.
Der Lehrplan der fünf großen Wissenschaften
Der Vortrag des Palastmuseums beschreibt Phagpas Ausbildung anhand der traditionellen fünf großen Wissenschaften: Grammatik und Sprache, Logik, Medizin, Künste und Handwerk sowie buddhistische Lehre. Die Aufzählung vermittelt die Breite der Gelehrsamkeit. Religiöse Bildung stand neben Fächern des Denkens, der Gesundheit, des Ausdrucks und des Herstellens. In der Darstellung bereitete dieses Lernen Phagpa auf das geistige Leben der Sakya-Schule vor.
Von Sakya nach Liangzhou
1244 lud der mongolische Fürst Köden Sakya Pandita nach Liangzhou ein, um über Angelegenheiten Tibets zu beraten. Laut dem Vortrag des Palastmuseums brach Sakya Pandita mit Phagpa und dessen Cousin Chagna Dorje auf. Die Gruppe erreichte Liangzhou 1246; im Januar 1247 trafen Sakya Pandita und Phagpa dort Köden.
Die Jahreszahlen bezeichnen verschiedene Stationen: Einladung und Aufbruch, Ankunft und schließlich das Treffen. Die Reise führte die jungen Erben der Khön-Familie aus der Sakya-Region in ein neues politisches Umfeld. In Liangzhou setzte Phagpa sein buddhistisches Studium bei seinem Onkel fort, während Chagna Dorje in das Leben am mongolischen Hof eintrat.
