Dünen, die auf das Gleis liefen

Westlich von Zhongweis Stadtgebiet trifft die südöstliche Kante der Tengger-Wüste am Shapotou im Bezirk Shapotou auf den Gelben Fluss. Gitterdünen und Dünenketten stehen an dieser Kante. 1954 musste die Bahn Baotou–Lanzhou den Sand queren. Vierundvierzig Kilometer ist eine Zahl für die Wüste, die die Linie in jenen Baujahren passieren musste — nicht in längere Zählungen zusammengelegt, die anderswo auftauchen. Am Shapotou-Abschnitt steigen wandernde Dünen bis etwa 100 Meter hoch, getrieben von Nordwestwinden und mit etwa vier Metern pro Jahr vorrückend, genug, um Schotterbett und Schienen zu bedecken. Mittlerer Niederschlag liegt bei 186,2 Millimetern; mittlere Verdunstung bei 1.913,8 Millimetern.

Das Landschaftsgebiet ist seit 2007 als 5A eingestuft. Vom Stadtgebiet aus nennt eine Zählung 16 Kilometer westlich, wo Wüste, Gelber Fluss, Hochland und Oase zusammentreffen, und verzeichnet, dass die Bahn das Gelände quert und eine Wüstenseite von einer Gelbes-Fluss-Seite trennt. Eine andere Zählung, ebenfalls im Bezirk Shapotou, sagt 15 Kilometer und AAAAA. Zwischen Sand und Wasser kreuzt noch immer jener Bahnkorridor.

Quadrate von einem Meter mal einem Meter

Weizenstroh-Gitter von etwa einem Meter mal einem Meter wurden gebaut, damit die Bahn Baotou–Lanzhou wandernde Dünen queren konnte, wo die Tengger auf den Gelben Fluss trifft. Der Schutz verläuft in fünf Gürteln. Erst ein sandfixierender Feuergürtel, 10 bis 15 Zentimeter Kies, Löss oder Schlacke. Zweit ein bewässerter Schutzwaldgürtel. Dritt ein unbewässerter Schutzwaldgürtel, ganz mit jenen Weizenstroh-Gittern bedeckt, halb im Sand verborgen und mit sandbindenden Pflanzen bepflanzt. Viert eine hohe Barriere an der Front. Fünft ein eingezäunter Gürtel, wo das Gras sich erholen darf.

Ein Quadrat entsteht, indem ein Drittel oder die Hälfte jedes Strohbündels stehen gelassen wird, dann Sand von der Mitte auf die Strohwurzeln geschoben wird. Am Boden ist die Fläche ein Schachbrett aus Weizenstroh, etwa ein Meter mal ein Meter, ein Teil jedes Bündels noch aufrecht und der mittlere Sand gegen das Stroh geschichtet. Die Gitter gehören zur Bahn Baotou–Lanzhou. Sie waren die Oberfläche, mit der die Linie Dünen queren konnte, die über das Gleis vorgerückt waren. Sie sind jener dritte Gürtel, bepflanzt und gelegt, mit Kiesgürtel, bewässertem Schutzwald, Frontbarriere und eingezäuntem Gras in derselben Reihenfolge um sie herum.

Ziegenfelle am Flusshafen

Das Flussboot am Kai ist ein Schafsfell-Floß: aufgeblasene Ziegenfelle auf einem Holzrahmen. Es trug einst Menschen und Güter entlang des oberen und mittleren Gelben Flusses; nach dem Brückenbau wurden die Flöße wenig genutzt, doch an der Shapotou-Strecke fahren Besucher noch damit. Zhou Denan, der die Flöße baut, arbeitet im Landschaftsgebiet als Flößer.

Am Kai sind die Flöße vierzehn Ziegenfelle im Muster fünf-vier-fünf. Der Einstiegsort ist dort, wo die Bahn Wüste und Wasser trennt: Felle straff auf dem Rahmen, die Strömung unter den Brettern und die Dünenkante im Rücken.