Aus dem Journal

In Sanfang Qixiang: Wie ein Haus in Fuzhou der Gasse begegnet

Wände, Türen und Höfe in Fuzhous Drei Gassen und Sieben Gässchen erschließen ein Viertel aus gestaffelten häuslichen Räumen.

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Ein Name, der eine Karte enthält

Sanfang Qixiang bedeutet „Drei Gassen und Sieben Gässchen“. Der Name ist bereits eine kleine Karte des alten Fuzhou: Drei Gassen ziehen westlich der Nanhou-Straße, sieben historische Gässchen liegen östlich davon. Zwei dieser östlichen Namen, Yangqiao und Jibi, bezeichnen heute Straßen. Das Muster hat überdauert, ohne dass jeder Teil unverändert blieb.

Die Nanhou-Straße bildet die lange öffentliche Linie. Die Gassen unterteilen sie in kleinere Begegnungen; Haustüren beginnen eine ganz andere Folge. Eine Front kann bescheiden wirken im Vergleich zur Tiefe des Grundstücks dahinter. Zum Verständnis des Viertels braucht es daher zwei Maßstäbe: das Straßennetz, das Nachbarn verbindet, und die Raumfolge, die den Haushalt von der Straße trennt. Keiner erklärt sich gut ohne den anderen.

Die Kurve über den Dächern

Eine weiße Wand, die in sanfter Kurve über dem grauen Dach aufragt, gehört zu Fuzhous bekanntesten Bauformen. Ihr Name, Sattelmauer, beschreibt dieses wechselnde Profil. Sie umschließt das Haus und markiert eine Grenze zu Nachbarbauten; zu ihren praktischen Aufgaben gehört der Schutz vor Wind und der Ausbreitung von Feuer.

Von der Gasse gibt sie dem Haus einen starken Außenrand. Von innen helfen Umfassungsmauern, ein Stück offenen Boden in einen Raum ohne Dach zu verwandeln. Schmuck und praktisches Bauen arbeiten zusammen. Die Kurve braucht keine aufwendige symbolische Erklärung, um den Blick zu halten: Vor einer geraden Folge gedeckter Traufen macht sie den Umriss des Wohnhauses lesbar.

Ein Haushalt mit mehr als einem Mittelpunkt

Der ehemalige Wohnsitz von Lin Juemin und Bingxin bietet ein besonders hilfreiches Beispiel. Eine Darstellung der Provinzbibliothek Fujian beschreibt einen Großfamilienkomplex mit Seitenhöfen und Brunnen statt einer einzigen Halle für eine kleine Familie. Einige Vordergebäude und Nebenräume gingen später verloren, als Straßen und Bauarbeiten den Ort veränderten.

Ein Hof bringt Tageslicht zwischen überdachte Räume. Ein Brunnen holt eine weitere lebenswichtige Ressource innerhalb der Grenze. Seitenhöfe erlauben mehreren Raumgruppen einen eigenen kleinen Mittelpunkt, während sie mit einem größeren Zuhause verbunden bleiben. Diese Anordnung erklärt, warum ein Haus zugleich kompakt und unerwartet weitläufig wirken kann. Seine Komplexität entsteht aus Beziehungen zwischen Menschen und Räumen, nicht bloß aus einer weiteren beeindruckenden Fassade.

Holzgalerien und Ziegeltraufen umgeben einen gepflasterten Hof mit einer roten Stellwand am hinteren Ende.
Ein offener Hof in Yan Fus ehemaligem Wohnsitz in Sanfang Qixiang.

Ein altes Haus wird zum Gesprächsort über Häuser

Xucuo in der Guanglu Fang 58 ermöglicht eine andere Begegnung. In der Ming-Zeit gegründet, besaß es einst eine tiefere Anordnung als der erhaltene Bau. Sein kräftiges Holztragwerk und die Sattelmauern bleiben Teil seines Charakters. Seit 2020 beherbergt es Gespräche über alte Gebäude und Kulturerbe; 2022 eröffnete dort eine Restaurierungsausstellung.

Das ist eine passende neue Nutzung für ein Haus dieses Viertels. Denkmalpflege wird verständlicher, wenn der Raum, der sie erläutert, selbst ein Beispiel ist. Ein fehlender Abschnitt, ein repariertes Tragwerk und eine erhaltene Wand erzählen verschiedene Teile des Gebäudelebens. Gemeinsam machen sie Sanfang Qixiang ergiebiger als das Bild eines unberührten Altstadtviertels. Die Gassen ordnen weiterhin Bewegung, während einzelne Häuser hinter ihren Türen neue Aufgaben gewinnen.

Eine weiße historische Mauer mit sattelförmiger Dachlinie umschließt einen beleuchteten Ausstellungseingang.
Der Eingang zu Xucuoli, genutzt für eine Ausstellung zur Erhaltung von Sanfang Qixiang.
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Bildquellen und Bildrechte
  1. Ein offener Hof in Yan Fus ehemaligem Wohnsitz in Sanfang Qixiang.福州名城保护开发有限公司;走进福州古厝专题(与福州晚报合作) · Rechtestatus nicht geklärt Quelle des Fotos ↗ Originales Seitenverhältnis beibehalten. Anzeigekopien nur bei Bedarf verkleinert; keine Vergrößerung, kein Beschnitt und keine Retusche.
  2. Der Eingang zu Xucuoli, genutzt für eine Ausstellung zur Erhaltung von Sanfang Qixiang.福州市历史文化名城管委会 · Rechtestatus nicht geklärt Quelle des Fotos ↗ Originales Seitenverhältnis beibehalten. Anzeigekopien nur bei Bedarf verkleinert; keine Vergrößerung, kein Beschnitt und keine Retusche.