Das Dorf Longjing

Das Tal vom Weg aus lesen

Gehen Sie durch Longjing in Hangzhou, wo Teereihen die Hänge hinaufziehen und Häuser, Gassen und kleine Geschäfte das Tal prägen.

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Das Dorf zwischen den Reihen

Der Hang ist hier kein abstrakter grüner Hintergrund. Teebüsche folgen ihm in gleichmäßigen Reihen; weiter unten liegen Häuser, schmale Gassen und kleine Läden. Die Gärten sind dem Dorf so nah, dass sie den Blick und den Tagesrhythmus mitbestimmen. Ein Weg kann an einer geschnittenen Teewand entlangführen und dann zu einem Haus oder einem Ort abbiegen, an dem frische Blätter bearbeitet werden. Dorf und Gärten teilen sich ein Tal, erfüllen aber verschiedene Aufgaben: Hier wohnen Menschen, dort liegt bewirtschaftetes Land, das saisonale Pflege braucht. Dieser Unterschied macht aus der Landschaft mehr als eine Postkarte. Longjing ist ein bewohntes Dorf in einer bekannten Teeregion.

Reihen von Teebüschen ziehen sich unter hellem, bewölktem Himmel über einen bewaldeten Hang in Longjing.
Teereihen an einem Hang in Longjing, fotografiert 2016.

Eine Jahreszeit, gemessen in Blättern

Im Frühjahr erhält die Landschaft durch die Ernte einen eigenen Rhythmus. Offizielle Quellen ordnen die Longjing-Ernte ungefähr der Zeit um Qingming und Guyu zu, wenn junge Triebe gepflückt und verarbeitet werden. Die Saison ist kurz, deshalb zählt der Zeitpunkt; doch nach der ersten Ernte bleibt das Dorf ein Dorf. Teebüsche gehören das ganze Jahr zum Gelände, Häuser und Wege dienen weiter dem Alltag. Aus der Ferne wirken die Reihen einheitlich, aber die Arbeit hängt vom Wetter, dem Pflanzenwachstum und geübten Händen ab. Teegärten sind gepflegte Flächen, kein wilder Wald. Ihre Schönheit entsteht auch durch wiederkehrende Arbeit. Ein Blick umfasst die Ruhe des grünen Hangs und den menschlichen Kalender, der ihn in Form hält.

Teefelder im Alltag des Dorfes

Das Schutzgebiet für Westsee-Longjing umfasst eine größere Region; Longjing ist ein Teil dieser Teelandschaft. Im Dorf treffen Teegärten auf den Alltag: Eine Reihe endet an einer Gasse, ein Haus blickt auf bewirtschaftetes Land, und Wege verbinden Häuser mit den Hängen. Die Teeflächen werden im Rhythmus der Wachstumszeit gepflegt; Häuser, Gassen und kleine Geschäfte geben dem Dorf seinen alltäglichen Takt. Der Name Longjing ist in Hangzhou und darüber hinaus bekannt. Hier lässt sich seine Verbindung zum Ort an den bepflanzten Hängen und an der Arbeit ablesen, die jeden Frühling wiederkehrt. Im Maßstab des Dorfes teilen Landwirtschaft und Alltag dasselbe Tal.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Teereihen an einem Hang in Longjing, fotografiert 2016.Wishva de Silva · CC BY-SA 3.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Verkleinert und in WebP umgewandelt.