Das Labrang-Kloster liegt im Kreis Xiahe der Autonomen Tibetischen Präfektur Gannan. Der offizielle Tourismusführer Gansus beschreibt einen äußeren Gebetsmühlenrundgang von mehr als drei Kilometern mit über zweitausend Mühlen. Jede trägt das sechssilbige Mantra Om Mani Padme Hum; das Drehen gilt als Rezitation. Der Rundgang macht Andacht zu einer gemeinsamen körperlichen Praxis: Menschen gehen um das Kloster und wiederholen die Bewegung von Mühle zu Mühle.
Aus dem Journal
Labrang: Lernen und Andacht in Xiahe
In Labrang umschließt ein langer Gebetsmühlenrundgang ein bedeutendes Gelugpa-Kloster. Kollegien, Versammlungshallen und benachbarte Straßen zeigen, wie religiöses Lernen die Stadt prägt.
In diesem autonomen Bezirk · Autonome Tibetische Präfektur Gannan ↗Ein Rundgang entlang der Gebetsmühlen
Lehrkollegien und verschiedene Studiengebiete
Labrang zählt zu den sechs großen Gelugpa-Klöstern. Zu seinen Lehrinstitutionen gehören das Philosophiekolleg, das Medizinkolleg, das Kalachakra-Kolleg, das Hevajra-Kolleg und das untere tantrische Kolleg. Sie befassen sich mit buddhistischer Philosophie und Debatte, tibetischer Medizin, Kalenderkunde und tantrischer Praxis. Der offizielle Routenführer beschreibt die Versammlungshalle des Philosophiekollegs als zentralen Treffpunkt des Klosters und nennt die Studiengebiete. Zusammen machen die Institutionen Labrang zu einem dauerhaften Zentrum religiöser Lehre und Praxis.
Kloster und Stadt am Hang
Die Umgebung des Klosters setzt sich in den Straßen von Xiahe fort. Ein Kulturbeitrag der Provinz beschreibt rote und gelbe Klostermauern, benachbarte Holz- und Steinhäuser, weiße Wände unter roten Dächern und vergoldete Gefäße auf manchen Dachlinien. Diese Details verorten das Kloster in einer bewohnten Stadt. Lehrkollegien, Gebetsmühlenrundgang und Straßen bilden am Hang ein eigenes Zentrum, in dem religiöse Architektur und Alltagssiedlung nebeneinander liegen.
