Zhagana liegt im Kreis Diebu der Autonomen Tibetischen Präfektur Gannan. Das Ministerium für Kultur und Tourismus nennt eine durchschnittliche Höhe von mehr als 2.800 Metern und deutet den Namen als „Steinkasten“. Ein Kulturbeitrag aus Gansu beschreibt die Gipfel von Guanggai im Norden, eine Felswand im Osten und einen südlichen Durchlass zwischen zwei Gipfeln. Im Tal liegen die vier Dörfer Dari, Daiba, Yeri und Dongwa sowie das Lasang-Kloster. Das Gelände gibt ihnen einen gemeinsamen Rahmen, während jeder Weiler seinen eigenen Platz am Hang einnimmt.
Aus dem Journal
Zhagana: vier Weiler in einer lebendigen Berglandschaft
Im Kreis Diebu liegen Zhaganas Dörfer in einem hoch gelegenen Bergbecken, das von steilen Felsen umschlossen wird. Ackerbau, Viehhaltung und Waldnutzung folgen den Hängen vom Talboden bis zum Wald.
In diesem autonomen Bezirk · Autonome Tibetische Präfektur Gannan ↗Ein Becken zwischen Felswänden
Arbeit nach Höhenstufen
Zhaganas Agrarlandschaft folgt den Höhenstufen des Gebirges. Das Kulturministerium beschreibt Ackerbau am Hangfuß, Viehhaltung an den mittleren Hängen und Sammeln in den höher gelegenen Wäldern. Es nennt außerdem kalte alpine Grasländer, gemäßigte Grasländer und warmgemäßigte Laubwälder. Der Provinzbeitrag erwähnt Gerstenfelder. Unterschiedliche Höhen und Lebensräume tragen Felder, Weiden und Waldressourcen; die Nutzungen ergänzen einander entsprechend den örtlichen Bedingungen.
Eine Dorfgeografie mit internationaler Anerkennung
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erklärte Zhaganas kombiniertes Landwirtschafts-, Forst- und Viehhaltungssystem 2017 zum Globally Important Agricultural Heritage System. Die FAO beschreibt eine Übergangszone über wichtige Gelände- und Klimaräume hinweg, in der die Bewohner Wissen zur Nutzung von Land, Wald, Grasland und Artenvielfalt entwickelt haben. Das chinesische Ministerium für Kultur und Tourismus verzeichnet Zhagana auch als eines der Best Tourism Villages 2023. Die Auszeichnungen lenken den Blick auf das Verhältnis von Siedlung und Landnutzung: Weiler, Felder, Weiden und Wald bilden eine bewohnte Berglandschaft.
