Die volkstümliche Steinmetztradition am Kloster He-ri und in seiner Umgebung im Kreis Zeku kennt zwei Formen: das Gravieren von Sutrentexten und Buddhafiguren. Ein Schriftstein wird anders gelesen als eine Buchseite. Zeichen sind in eine harte Oberfläche geschnitten; ihr Rhythmus entfaltet sich über den Stein, der dem Text Gewicht und Dauer verleiht.
Aus dem Journal
Die Steinschriften des Klosters He-ri
Die Steinmetztradition am Kloster He-ri im Kreis Zeku umfasst Schrifttexte und Buddhafiguren. Der Stein wird zu einer dauerhaft lesbaren Seite.

Schrift auf Stein
Eingravierte Linie und Oberfläche
Eine lokale Darstellung führt die Tradition des Klosters He-ri auf die Jiaqing-Zeit der Qing zurück. Damals lud der Abt Steinmetze ein, Sutren und Buddhafiguren anzufertigen; Mönche und lokale Handwerker führten die Arbeit fort. Der Text beschreibt die Schrift als klar, regelmäßig und kraftvoll und nennt die Liniengravur. Die Zeichen laufen über die Steinfläche; ihre eingeschnittenen Kanten bilden eine Seite, die der Stein trägt.