Ein Bericht aus dem Jahr 2023 stellt Zepei aus Waichong als Vertreter der neunten Handwerkergeneration vor. Er begann mit zwölf Jahren zu lernen. Es geht nicht nur darum, ein Bild auf ein Brett zu übertragen: Laut Bericht muss der Holzschneider die tibetische Schrift verstehen und jedes Zeichen an der Vorlage ausrichten. Ein zu tiefer Schnitt oder ein falscher Winkel verändert den gedruckten Buchstaben.
Aus dem Journal
Ein Buchstabe im Birkenholz: Der Holzschnitt von Bolo
Im Dorf Waichong im Bolo-Gebiet des Kreises Jiangda lernte der Holzschneider Zepei das Handwerk als Kind. Heute arbeitet er mit jungen Lehrlingen in einer Werkstatt. Ein Bericht beschreibt die Vorbereitung des Holzes und die präzise Arbeit an tibetischen Schriftzeichen.
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Das Brett vor dem Schnitt vorbereiten
Der beschriebene Ablauf beginnt mit der Auswahl roter Birke, danach wird das Holz vorbereitet und gehärtet. Vor dem Schnitzen gibt es mehr als zehn Arbeitsschritte, darunter Schneiden und Trocknen mit Öl. So entsteht eine Fläche, die feine Linien auch bei wiederholtem Druck bewahrt. Der Bericht nennt weder ein Ölrezept noch technische Maße. Entscheidend ist die Reihenfolge: Die Genauigkeit des Schnitts hängt auch von der Arbeit ab, die erledigt wird, bevor das Messer das Brett berührt.
Eine Werkstatt mit Platz für Lehrlinge
Der Bericht von 2023 schildert, dass Zepei mit jungen Lehrlingen in einer Werkstatt arbeitet und mit einem Unternehmen verbunden ist, das Aufträge annehmen kann. Die Weitergabe innerhalb von Familien und zwischen Meister und Schüler findet damit in einem heutigen Arbeitsumfeld statt. Der Meister zeigt, die Lernenden beobachten das Verhältnis von Schrift und Schnitt, und fertige Druckstöcke können das Dorf verlassen. Die im Bericht genannten Auftrags- und Einkommenszahlen beziehen sich auf jenes Jahr, nicht auf die heutige Lage des Handwerks.
Was der Druckstock bewahrt
Ein geschnitzter Druckstock hält zwei Arten von Wissen fest. Seine Oberfläche zeigt die Kontrolle des Werkzeugs durch den Handwerker; die spiegelverkehrten Zeichen bewahren eine Schriftform für den Druck. Zepeis Anspruch, sich an die Vorlage zu halten, macht die enge Verbindung von Kalligrafie und Schnitzerei sichtbar. Der Stock ist keine nachträgliche Illustration zum Text, sondern das Mittel, mit dem Wörter vervielfältigt werden. Der Bericht über einen Meister und seine Lehrlinge in Bolo zeigt ein Handwerk, das seine Werkstatt anpassen kann und dennoch die Genauigkeit der Schrift in den Mittelpunkt stellt.