Aus dem Journal

Der Weg zurück über die Berge

1771 verließen die Torghuten unter Ubashi die Wolga und zogen durch Zentralasien in qinghisches Gebiet. Von etwa hundertsiebzigtausend Menschen kamen rund siebzigtausend an. Bayingolin bewahrt diesen Weg in einem Residenzmuseum und in einem Bühnenstück.

Was die Darstellung sagt

Die von der Präfektur veröffentlichte Darstellung ist knapp. 1771, im sechsunddreißigsten Jahr der Qianlong-Regierung, führte der Torghutenführer Ubashi etwa hundertsiebzigtausend Menschen aus dem Wolgagebiet nach Osten durch Zentralasien. Verfolgt und im harten Winter ohne Vorräte, erreichten etwa siebzigtausend qinghisches Gebiet. Die Zahlen stammen vom Leiter des Museums, zitiert in der Regierungsdarstellung, und sind gerundet. Nach der Ankunft wurden die Menschen auf vier Wege verteilt: Ost, West, Süd und Nord. Die Südgruppe überquerte die eisigen Pässe des Tianshan und erreichte das Kaidu-Tal um Hejing. So kamen die Torghuten in diese Präfektur, und das Museum erzählt es mit einer Routenkarte an der Wand.

Eine Residenz wird Museum

Im Zentrum der Kreisstadt Hejing steht die Manhan Wangfu, 1919 fertiggestellt als Residenz von Manchukzhab, dem zwölften Torghuten-Khan, und als politisches und kulturelles Zentrum des Banners. Es ist eine achsensymmetrische Anlage des Hallentyps in chinesischer Bauordnung, mit russischen Zügen im Detail: Ziegelmauern, geschnitzte Tür- und Fensterrahmen, Konsolen unter dem Dach. 2013 nahm der Staatsrat sie in die Liste der nationalen Schutzstätten auf. Heute birgt sie zehn Räume — zur Rückkehr, zu lokalen Objekten, zu Funden und zum immateriellen Erbe —, und das Donggui-Museum des Kreises ist darin untergebracht. Das Gebäude ist nicht das Ereignis. Es ist ein späterer Rahmen darum, und es sagt das dadurch, wo es die Routenkarte aufhängt.

Ein Kurator im dunklen Mantel erklärt drei Besuchern eine Routenkarte an einer Stellwand.
Der Leiter des Donggui-Museums in Hejing erklärt die Routenkarte in einem Saal der Manhan Wangfu.

Die Rückkehr auf der Bühne

Seit 2014 ist die Rückkehr auch ein Bühnenstück. Donggui Yinyang kam damals heraus und lief zehn Jahre lang jede Saison von Anfang Juni bis Anfang Oktober im torghutischen Volkskundedorf in Bajambulak. Im Mai 2024 eröffnete eine überarbeitete Fassung im Donggui-Ökopark in Hejing, in drei Teilen: Aufstand, große Wanderung, Heimkehr. Die Inszenierung verwebt Sawurden-Tanz, Tobschuur-Spiel und Dschangar — so wird Geschichte zu einem Abend. Es ist eine späte Erzählung mit Musik und Kostüm, kein Dokument. Was sie weitergibt, ist die Form der Geschichte: Aufbruch, Übergang, Ankunft und dann ein Leben in der Steppe von Bajambulak.

Auf einer Freilichtbühne Darsteller in Rüstung und Roben, ein Tisch vor einer sitzenden Figur.
Die überarbeitete Fassung von Donggui Yinyang bei der Premiere im Donggui-Ökopark in Hejing, Mai 2024.
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  1. Der Leiter des Donggui-Museums in Hejing erklärt die Routenkarte in einem Saal der Manhan Wangfu.赵富强 (Bayinguoleng Daily), credited in the page caption · No image licence stated on the source page; unknown Quelle des Fotos ↗
  2. Die überarbeitete Fassung von Donggui Yinyang bei der Premiere im Donggui-Ökopark in Hejing, Mai 2024.高那清, credited in the page caption · No image licence stated on the source page; unknown Quelle des Fotos ↗