Die Geschichte der Lisu im Nujiang lässt sich nicht auf ein Tal oder ein Dorf begrenzen. Die Staatliche Kommission für ethnische Angelegenheiten beschreibt Lisu-Gemeinschaften vor allem in Lushui, Fugong, Gongshan und Lanping im Nordwesten Yunnans sowie verwandte Gemeinschaften in weiteren Teilen Yunnans und darüber hinaus. Sie bezeichnet die Lisu-Sprache als vergleichsweise einheitlich und weist zugleich auf die Dialektgruppen von Nujiang und Luquan hin. Die Gebirgslandschaft kann Reisen erschweren, hat die Sprache aber nicht an eine Verwaltungsgrenze gebunden.
Das NEAC-Profil dokumentiert auch eine Geschichte der Schrift: mündliche Weitergabe und Kerbhölzer, eine örtlich entwickelte Schrift, die Wang Renbo zugeordnet wird, sowie eine alphabetische ältere Lisu-Schrift, die mit James O. Fraser und Ba Dong verbunden ist. Gesondert nennt es eine 1913 geschaffene gerahmte Lautschrift für die Sprache von Menschen, die sich Lipo nannten, sowie das pinyinbasierte neue Lisu, das in den 1950er-Jahren entwickelt wurde. Die Darstellung beschreibt mehrere Systeme und Sprachkontexte innerhalb einer umfassenderen Geschichte.


