Der Chongfu-Tempel steht an der Dongdajie, der Oststraße, im Bezirk Shuocheng von Shuozhou, einer der Hauptstraßen der Altstadt, in der Sanggan-Ebene. Der Tempel gehört zur Schule des Reinen Landes, der auf Amitabha zentrierten Tradition, und hat drei Namen getragen: Linya-Tempel bei der Gründung, Chongfu-Chan-Tempel nach dem Wechsel unter den Jin und heute Chongfu. Die Gründung ist auf 665 datiert, das zweite Jahr Linde unter Tang Gaozong. Die Stadt um ihn ist älter als der Tempel und älter als ihr Name: An Shuozhous Stelle lag die Grenzstadt Mayi, ein Handelsplatz zwischen China und den Xiongnu, wo chinesische Truppen 133 v. Chr. versuchten, die Xiongnu in einen Hinterhalt zu locken.
Aus dem Journal
Der Chongfu-Tempel in Shuozhou und seine Jin-Hallen
Ein Tempel der Schule des Reinen Landes in einer kleinen Stadt im Norden, 665 gegründet und mit drei Namen: was die Jin-Hallen von 1143 an ihren Wänden bewahren und wie viel dieser Malerei ursprünglich ist.
In derselben Stadt · Bezirksfreie Stadt Shuozhou ↗Ein Jin-Tempel in einer schlichten Stadt
Die Amitabha-Halle und ihre bemalten Wände
Die Halle, zu der man geht, ist die dem Amitabha geweihte. Sie ist sieben Joche breit und acht Sparren tief, im Maß 41,32 auf 22,7 Meter, und wurde 1143 erbaut, im dritten Jahr Huangtong unter den Jin; der größte Teil der Substanz vom Sockel bis zum Dachstuhl ist noch diese Arbeit des zwölften Jahrhunderts. Was sie füllt, ist Farbe. 327 Quadratmeter Wandmalerei haben sich erhalten, und bis auf sehr wenige ausgebesserte Partien sind sie Originale der Jin. An der Südwand, im westlichsten Joch, steht eine tausendarmige, tausendäugige Guanyin mit achtzehn Gesichtern in 4,68 Metern Höhe, die höchste erhaltene Figur dieser Art in China. Die Guanyin-Halle daneben ist ebenfalls als Jin-Bau überliefert.
Was ein Tempel dieser Art bewahrt
Ein solcher Tempel war ebenso Speicher wie Heiligtum, und was Chongfu bewahrt, ist vor allem sein bemaltes Inneres. Die Wände der Amitabha-Halle tragen die 327 Quadratmeter Malerei, die große Guanyin füllt das westliche Ende der Südwand, und das Holzgerüst, das beides seit dem zwölften Jahrhundert trägt, steht noch. Die beiden Jin-Hallen sind für ihre Bildwerke und ihre Wandmalerei bekannt, doch erst die datierte Überlieferung — der Bau von 1143, die Maße, die Höhe der Guanyin — lässt einen Besucher die Halle als ein Stück Arbeit lesen und nicht als Sammlung von Gegenständen. 1988 wurde der Tempel in die dritte Gruppe der Nationaldenkmäler aufgenommen.