Am 14. April 2024 fotografierte Xinhua den Wildtierschützer Tsering Tagqing bei einer Patrouille im Nationalen Naturschutzgebiet Selin Co. Er hält ein Fernglas vor die Augen. Im Bericht werden die einfachen Arbeitsmittel genannt: ein Motorrad, ein Fernglas, eine Tasche mit Proviant und ein Feldnotizbuch. Tagqing kontrolliert wie gewohnt seine Ausrüstung und fährt los. Das Bild zeigt eine konkrete Arbeitsszene: Ein Mensch beobachtet das weite Hochland und achtet darauf, ob Wildtiere Hilfe benötigen. Das Datum verankert die Aufnahme in einem bestimmten Patrouillentag. Der Schutz eines Reservats im Norden Tibets beginnt damit, immer wieder hinauszufahren, genau hinzusehen und Beobachtungen festzuhalten.
Aus dem Journal
Die Route eines Rangers durch das Selin-Co-Schutzgebiet
Im Nationalen Naturschutzgebiet Selin Co patrouilliert der Wildtierschützer Tsering Tagqing mit Motorrad, Fernglas, Proviant und Notizbuch. Seine Kurzvideos machen auch die Brut und Aufzucht der Schwarzhalskraniche sichtbar.
In derselben Stadt · Nagqu ↗Die Arbeit beginnt mit der Ausrüstung
Ein langer Tag im Schutzgebiet
Ein Porträt der Regionalregierung von Tibet aus dem Jahr 2025 berichtet, Tagqing sei 2009 zum Wildtierschutzteam gestoßen. Seine durchschnittliche tägliche Patrouillenstrecke liege bei mehr als 200 Kilometern; Abschnitte, die das Motorrad nicht erreicht, müsse er zu Fuß zurücklegen. Eine Patrouille bedeutet mehr als Wegstrecke: Der Bericht nennt Beobachtung, Rettung, Fütterung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Jahreszeit lenkt den Blick. Tagqing sagte dem Reporter, der Mai sei die Zeit, in der Schwarzhalskraniche Eier legen, brüten und ihre Jungen aufziehen; im Juni bringen Tibetantilopen ihre Jungen zur Welt. So wird aus einem großen Schutzgebiet ein Arbeitskalender, der Wege mit den wechselnden Bedürfnissen der Tiere verbindet.
Die Kamera als weiteres Feldwerkzeug
Tagqing hält Beobachtungen auch mit der Kamera fest. Sein 3 Minuten und 38 Sekunden langer Kurzfilm zeigt Schwarzhalskraniche bei Balz, Nestbau und der Versorgung ihrer Jungen. Im Juli 2025 erhielt das Video den Publikumspreis in der Kurzfilm-Kategorie des fünften Tashi-Delek-Online-Bildfestivals von Tibet. Filmen verlangt dieselbe Aufmerksamkeit wie Patrouillieren: eine Veränderung wahrnehmen, warten und mit der Kamera zurückkehren. Ein weiterer Beitrag von 2025 berichtet, Tagqing wolle mit seinen Kurzvideos mehr Menschen für Wildtiere und ihre Umwelt interessieren. Die Kamera ersetzt die Feldarbeit nicht. Sie eröffnet der Öffentlichkeit einen weiteren Weg zu den Feuchtgebieten und den Lebensgeschichten, die sich dort entfalten.