Die Verordnung zum Schutz der astronomischen Beobachtungsumgebung in Lenghu teilt das Gebiet in eine Kernzone zum Schutz des dunklen Nachthimmels und eine Pufferzone ein. In der Kernzone müssen fest installierte Außenleuchten 30 Grad unter die Horizontale gerichtet sein; auch in der Pufferzone ist Außenbeleuchtung nach unten auszurichten. So wird sichtbar, dass wissenschaftliche Beobachtungsbedingungen mit alltäglicher Infrastruktur verbunden sind: Die Richtung einer Lampe kann für ein Teleskop in mehreren Kilometern Entfernung wichtig sein.
Aus dem Journal
Die Dunkelheit von Lenghu schützen
Eine lokale Verordnung von 2022 behandelt Dunkelheit als Teil der Beobachtungsbedingungen, legt Kern- und Pufferzonen fest und regelt die Ausrichtung der Nachtbeleuchtung.

Eine rechtliche Grenze für den Nachthimmel
Von der Himmelsqualität zur gemeinsamen Praxis
Die Verordnung trat am 1. Januar 2023 in Kraft. Sie verlangt außerdem eine Umweltprüfung für geplante Projekte in der Kernzone und legt Verfahren für Tätigkeiten fest, die Beobachtungsbedingungen beeinträchtigen könnten. Astronomie hängt von Geräten über dem Boden ab, aber ebenso von Entscheidungen über Straßen, Gebäude und provisorische Anlagen. Der geschützte Nachthimmel ist daher eine gemeinsam gepflegte Landschaft, die durch Planung, Beleuchtung und Aufsicht ebenso erhalten wird wie durch Beobachtung.