Aus dem Journal

Orientalische Stiftung: Ein Gartenhaus mit neuer Nutzung

Das in den 1770er-Jahren als Villa errichtete Haus diente später der Ostindien-Kompanie und dem Camões-Museum, bevor es zum Macaoer Sitz der Orientalischen Stiftung wurde.

Das Gartenhaus, in dem die Orientalische Stiftung in Macao untergebracht ist.
Das Gartenhaus, in dem die Orientalische Stiftung in Macao untergebracht ist.

Ein Wohnhaus aus den 1770er-Jahren

Die Villa von Manuel Pereira wurde in den 1770er-Jahren erbaut. Sie hatte einen breiten Mittelbau, niedrigere Seitenflügel, einen großen Vorgarten und einen rückwärtigen Garten. Eine breite Treppe führte zum Haupteingang, der von einer hohen, auf toskanischen Säulen ruhenden Vorhalle gerahmt wurde. Das Haus brachte eine neue Art von Gartenresidenz nach Macao.

Bei einer späteren umfassenden Renovierung wurde das Gebäude verkleinert. Aus dem ursprünglichen zweigeschossigen Mittelbau wurde ein Geschoss mit Halbuntergeschoss; das geneigte Dach wich einem flachen, und die Fenster verloren ihre verzierten Rahmen. Der heutige Bau bewahrt die Geschichte des Ortes und zeigt zugleich, wie stark ein historisches Gebäude durch neue Nutzungen verändert werden kann.

Vom Handelswohnsitz zum Museum

Das Haus wurde an die Ostindien-Kompanie vermietet, damit deren Handelsvertreter für China dort wohnen konnten. 1885 ging es in Staatseigentum über; nach den 1960er-Jahren beherbergte es das Camões-Museum. Heute dient es als Sitz der Orientalischen Stiftung in Macao.

Die Renovierung veränderte den ursprünglichen zweigeschossigen Mittelbau und die Flügel, ersetzte das geneigte Dach durch ein flaches und veränderte die Fenster. Die heutige Gestalt spiegelt die aufeinanderfolgenden Nutzungen als private Villa, Handelswohnsitz, Museum und Ausstellungsraum wider.

Das Tor zur Casa Garden.
Das Tor zur Casa Garden.
Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.
Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.
Das Gartenhaus, in dem die Orientalische Stiftung in Macao untergebracht ist.
Das Gartenhaus, in dem die Orientalische Stiftung in Macao untergebracht ist.
Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.
Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.
Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.
Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.

Im Viertel der Weißen Taube

Der Sitz der Stiftung liegt nahe dem Platz der Weißen Taube, dem öffentlichen Park und dem protestantischen Friedhof. Anwohner nutzen den Platz zum Ausruhen und Zusammenkommen. Die frühere Villa steht damit heute in einem Viertel, in dem alltägliche Erholung und historische Einrichtungen zusammentreffen.

Der Standort macht deutlich, warum die Umnutzung wichtig ist. Das historische Wohnhaus steht nicht isoliert, sondern in einem lebendigen Viertel. Wo einst privates Wohnen und Handel miteinander verbunden waren, verbindet das Gebäude heute einen Kulturort mit öffentlichem Raum und kollektivem Gedächtnis.

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  2. Das Tor zur Casa Garden.LN9267 / CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗
  3. Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.LN9267 / CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗
  4. Das Gartenhaus, in dem die Orientalische Stiftung in Macao untergebracht ist.LN9267 / CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗
  5. Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.LN9267 / CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗
  6. Wege, Bepflanzung und offene Flächen in der Casa Garden.LN9267 / CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 4.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗