Aus dem Journal

Ashima als gesungene Erzählung: Sprache und Erinnerung der Sani

Ashima gehört den Sani in Shilin als erzählte und gesungene Überlieferung. Verse, wechselnde Melodien und die Weitergabe in Familien tragen eine Tradition, die über eine einzelne gedruckte Geschichte hinausgeht.

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Ein Gedicht wandert durch die Stimme

Der nationale Eintrag zum immateriellen Kulturerbe bezeichnet Ashima als langes Erzählgedicht der Sani, einer Yi-Gemeinschaft in Shilin. Die Heldin widersetzt sich Zwang und Willkür, doch die Tradition ist mehr als eine zusammengefasste Handlung. Sie ist in Sani-Yi verfasst und kann gesprochen oder gesungen werden; kurze Verse mit je fünf Silben geben dem Vortrag seinen Rhythmus.

Der Eintrag beschreibt nördliche und südliche Fassungen sowie mehrere Melodietypen, die mit Freude, Älteren, Kummer, Weinen und Tadel verbunden sind. Es gibt keinen einzigen festen Aufführungsanlass: Das Gedicht kann bei Hochzeiten, rituellen Feiern, Beerdigungen, bei der Arbeit und im Alltag erklingen. Der Wechsel von Stimme und Schauplatz gehört somit neben den erinnerten Worten zur Geschichte der Erzählung.

Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.
Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.
Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.
Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.
Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.
Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.

Eine Tradition lernen und ihren Rahmen bewahren

Eine 2019 auf der nationalen Kulturerbeplattform veröffentlichte Darstellung ordnet Ashima in eine breitere Sani-Gesangstradition ein. Sie hält fest, dass die anerkannte Kulturträgerin Wang Yufang seit ihrer Kindheit Lieder und Melodien von ihrer Mutter und von Volkskunstschaffenden aus dem Dorf lernte. Eine lange Erzählung zu beherrschen, schließt ein musikalisches Repertoire ein, das durch Beziehungen ebenso wie durch Texte weitergegeben wird.

Ashima wurde 2006 in die erste nationale Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Auch die Schutzverordnung des Kreises Shilin nennt die mündliche Dichtung der Sani unter zahlreichen kulturellen Formen. Diese öffentlichen Einträge stehen neben der persönlichen Arbeit des Lernens und Erzählens: einer Familienerinnerung, einer gewählten Melodie und einem Anlass, bei dem die Geschichte eine Stimme erhält.

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Bildquellen und Bildrechte
  1. Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.LHOON · 2006-07-19 · CC BY-SA 2.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Proportional verkleinert und in WebP umgewandelt, ohne Beschnitt oder Vergrößerung.
  2. Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.David Stanley from Nanaimo, Canada · 30 April 2019, 14:38 (according to Exif data) · CC BY 2.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Proportional verkleinert und in WebP umgewandelt, ohne Beschnitt oder Vergrößerung.
  3. Die als Ashima bezeichnete Felsformation in Shilin. Dieses Wahrzeichen ist von einer fotografierten mündlichen Aufführung zu unterscheiden.LHOON · 2006-07-19 · CC BY-SA 2.0 Quelle des Fotos ↗ Rechteinformationen ↗ Proportional verkleinert und in WebP umgewandelt, ohne Beschnitt oder Vergrößerung.