Ein Porträt von Yunnan Daily zeigt zwei unterschiedliche Wege in die Arbeit mit gesprenkeltem Kupfer. Kang Guiyou stammt aus der Gemeinde Laochang und hatte von seinem Vater gelernt, gewöhnliche Kupferwaren herzustellen. 1997 wurde er eingeladen, dem älteren Zhang Xingming beim Anfertigen eines Paares Vasen aus gesprenkeltem Kupfer zu helfen. Sechs Monate lebte er in Zhangs Haushalt und lernte durch Beobachtung und kurze Korrekturen am Ofen. Später arbeitete Kang selbstständig und sagte, er habe sechzehn Jahre gebraucht, um das Handwerk zu beherrschen. Das ist eine berichtete Biografie und keine vollständige Erhebung aller lokalen Werkstätten.
Der zweite Weg gehört Zhang Wei. Laut Artikel wuchs er in der Nähe des Ofens seines Vaters Zhang Kekang auf, half am Blasebalg und studierte später Chemie an der Universität. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2013 führte er die Familientradition der Zhang weiter. Die beiden Geschichten unterscheiden sich: Die eine beginnt mit allgemeiner Kupferarbeit und einer Lehrzeit außerhalb der Familie; die andere verbindet Beobachtung in der Familie mit formaler Ausbildung. Zusammen zeigen sie, dass Weitergabe mehr bedeuten kann, als dass ein Meister einen Nachfolger benennt.
