Auf dem Museumsfoto bildet dunkelgrüne Jade einen Bogen um eine offene Mitte. Der C-förmige Körper windet sich zurück, die Schnauze hebt sich, und die Mähne folgt der Kurve nach hinten. Der 26 Zentimeter hohe Drache lässt sich auf einen Blick erfassen, doch seine geschnitzte Linie wirkt beweglich. Das Chinesische Nationalmuseum bezeichnet ihn als Hongshan-Jadendrachen und gibt die Mähne mit 21 Zentimetern an. Der Blick folgt dem Umriss vom Kopf über den Rücken bis zum fast geschlossenen Haken.
Aus dem Journal
Ein Drache aus grünem Jade, eingerollt
Ein C-förmiger Jadendrache aus der Hongshan-Kultur wurde bei Sanxingtala in Chifeng gefunden. Die erhobene Schnauze, die zurückwehende Mähne und der gebogene Körper verleihen dem Stein Bewegung.
In derselben Stadt · Chifeng ↗Eine Kurve mit erhobenem Kopf
Der Fundort gehört zum Objekt
Der Drache wurde in Sanxingtala in der Ongniud-Banner, Chifeng, ausgegraben. Funde dieses Typs konzentrieren sich im nördlichen Teil des Hongshan-Gebiets um Chifeng. Niuheliang nahe Chaoyang in Liaoning gehört zur größeren archäologischen Geschichte der Hongshan-Kultur, ist aber ein anderer Ort; diesen Typ Jadendrache hat man dort nicht gefunden. Die genaue Ortsangabe verbindet das Objekt mit der Landschaft, in der Archäologen es entdeckten.
Ein später geprägter Kulturname
Der Archäologe Yin Da schlug 1955 in einem Buch über das chinesische Neolithikum den Namen „Hongshan-Kultur“ vor. Er leitet sich vom Roten Berg nahe Chifeng ab, während das archäologische Gebiet weit über einen Hügel und eine heutige Stadt hinausreicht. Das Museum datiert die Kultur auf etwa 6.500 bis 5.000 Jahre vor heute und bezeichnet diesen Drachen als größtes bekanntes Exemplar seines Typs. Eine steinerne Kurve verbindet so einen konkreten Fund mit einer weiten prähistorischen Kultur.