Schon eine einzige Wand würde Chengqilou eindrucksvoll machen. Die eigentliche Überraschung liegt innen: Der Blick trifft auf ein weiteres Dach, dann noch eines, während in der Mitte eine Ahnenhalle steht. Das Gebäude gehört zur Tulou-Gruppe Gaobei in Yongding. Sein vertrauter Beiname „König der Tulou“ drückt Bewunderung für seine Größe aus; aufschlussreicher ist jedoch, wie diese Größe organisiert wird.
Üblicherweise wird das Haus als drei konzentrische Wohnringe um eine zentrale Halle beschrieben. Der äußere Ring ist viergeschossig, die inneren Bauten werden zur Mitte hin niedriger. Ein Grundriss macht die Geometrie sofort verständlich. Im Inneren stellt sich eine andere Frage: Wie kann so viel bebauter Raum dennoch Tageslicht erhalten und verbunden bleiben?
