Ein Verzeichnis des Umweltministeriums von 2011 beschreibt Tongguling nicht bloß als Aussichtspunkt. Es führt in Wenchang ein 4.400 Hektar großes nationales Meeres- und Küstenschutzgebiet, eingerichtet 1983, mit Korallenriffen, tropischem Monsun-Kleinwald und Wildtieren als Schutzgütern. Bergvegetation, Tiere und Rifflebensräume liegen damit in einem Schutzgebiet. Ein späteres Provinzprofil nennt den Tonggu-Berg „Gipfel Nr. 1 im Osten Hainans“; die geläufige Bezeichnung erfasst die Erhebung, aber nicht den gesamten Schutzbereich.
Aus dem Journal
Der Berg innerhalb der Schutzgrenze
Die Akten zu Tongguling verbinden Riffe, Kleinwald und Wildtiere mit einem dokumentierten Streit über die Nutzung geschützten Landes.
In derselben Stadt · Wenchang ↗Das Schutzgebiet reicht über den Gipfel hinaus
Die Kartengrenze wird zum öffentlichen Thema
Ein staatlicher Umweltbereinigungsplan von 2018 dokumentiert den Konflikt zwischen Schutzstatus und touristischer Entwicklung. Demnach waren 1.333 Hektar der Landfläche des Schutzgebiets in eine Ökotourismuszone aufgenommen worden; darin werden Kern- und Pufferbereiche ausgewiesen. Das Dokument beschreibt außerdem Änderungen der Flächennutzungsplanung und seit 2013 errichtete Projekte wie Hotel, Ausstellungszentrum und Straße. Das sind Befunde eines datierten offiziellen Plans, keine aktuelle Vor-Ort-Erhebung. Sie machen die Grenze konkret: Sie konnte in Planungsunterlagen verändert werden, worauf Bauarbeiten folgten.
Waldstraße und Kosten der Entwicklung in den Akten
Der Plan berichtet, dass 5,5 Hektar Wald für eine Tourismusstraße genutzt und 8,6 Hektar Küstenschutzwald durch aufgeführte Projekte beschädigt wurden. Er nennt die Behörden, die Projekte im Schutzgebiet genehmigt hatten, und setzt Ziele für den Abbau nicht konformer Entwicklung, die ökologische Wiederherstellung und die Korrektur von Genehmigungen. Damit ändert sich die übliche Berggeschichte: Die Straße ist nicht nur ein Aufstieg, sondern Beleg eines Streits darüber, was aus einem Schutzgebiet werden darf. Der Bereinigungsplan hielt diese Zahlen als Teil seiner Bestandsaufnahme fest.
Eine Frist beweist keinen Abschluss
Das Dokument setzte Februar 2018 als Frist, um Tongguling-Schutzflächen aus der internationalen Ökotourismuszone herauszulösen und illegale Bauten umfassend zu beseitigen. Es hält die damals angeordnete Abhilfe fest, bestätigt aber nicht deren Abschluss. Spätere Naturschutzarbeit gehört in ein neues Kapitel der Schutzgebietsgeschichte.