Am 3. März 2026, dem fünfzehnten Tag des ersten Mondmonats, wurden im Kloster Ta’er in Huangzhong Butterplastiken gezeigt. Werke des oberen und unteren Blumenhofs standen in einem gemeinsamen Saal. Figuren und Pavillons bildeten eine kleine Szenerie: Miniaturgebäude neben Gesichtern mit ernsten oder lebhaften Zügen. Zusammen verwandelten sie den Raum in eine vorübergehende Landschaft aus modellierten Formen. Das Festdatum markiert den sichtbaren Abschluss einer viel längeren Herstellungszeit.
Das Material macht die Plastiken vergänglich. Für die Formgebung braucht es Kälte; der Ausstellungsraum ist nur eine Station der Vorbereitung. Ein fertiges Werk ist womöglich nur kurz zu sehen, während die Arbeit Monate zuvor beginnt und dem Mondkalender bis zum Laternenfest folgt.
