Aus dem Journal

Ein Saal für Werke, die schmelzen: Butterplastiken im Kloster Ta’er

Zum Laternenfest 2026 wurden Werke der oberen und unteren Blumenhöfe des Klosters Ta’er in einem Saal gezeigt. Hinter der kurzen Ausstellung liegt eine lange winterliche Arbeitszeit.

Laut Bericht beginnt die Arbeit im zehnten Mondmonat; gezeigt werden die Skulpturen zum Fest am fünfzehnten Tag des ersten Monats. Originale redaktionelle Schemazeichnung; zur Veranschaulichung, kein Foto und kein vermessener Lageplan.
Laut Bericht beginnt die Arbeit im zehnten Mondmonat; gezeigt werden die Skulpturen zum Fest am fünfzehnten Tag des ersten Monats. Originale redaktionelle Schemazeichnung; zur Veranschaulichung, kein Foto und kein vermessener Lageplan.

Zwei Höfe, ein Festsaal

Am 3. März 2026, dem fünfzehnten Tag des ersten Mondmonats, wurden im Kloster Ta’er in Huangzhong Butterplastiken gezeigt. Werke des oberen und unteren Blumenhofs standen in einem gemeinsamen Saal. Figuren und Pavillons bildeten eine kleine Szenerie: Miniaturgebäude neben Gesichtern mit ernsten oder lebhaften Zügen. Zusammen verwandelten sie den Raum in eine vorübergehende Landschaft aus modellierten Formen. Das Festdatum markiert den sichtbaren Abschluss einer viel längeren Herstellungszeit.

Das Material macht die Plastiken vergänglich. Für die Formgebung braucht es Kälte; der Ausstellungsraum ist nur eine Station der Vorbereitung. Ein fertiges Werk ist womöglich nur kurz zu sehen, während die Arbeit Monate zuvor beginnt und dem Mondkalender bis zum Laternenfest folgt.

Ein Winterhandwerk aus Temperatur und Farbe

Die Mönche und Kunsthandwerker beginnen im zehnten Mondmonat. In einer kühlen Werkstatt tauchen sie ihre Hände immer wieder in Eiswasser, damit die Butter nicht schmilzt. Die weiße Butter stammt aus Winter-Yakmilch; die Farben werden aus gemahlenem Achat, Türkis und Malachit gewonnen. Auf ein Gerüst und einen Sockel folgen Modellierung und feine Farbarbeit.

Kälte gehört zu den Arbeitsbedingungen des Materials. Wasser kühlt die Hände, die Werkstatt schützt die Form, und Mineralpigmente kommen erst nach dem Mahlen und Mischen in die Butter. Die Festtagsausstellung macht die Abfolge sichtbar: Gerüst, Modellierung und letzte Details verbinden sich zu einem Bild für eine kurze Saison.

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  1. Laut Bericht beginnt die Arbeit im zehnten Mondmonat; gezeigt werden die Skulpturen zum Fest am fünfzehnten Tag des ersten Monats. Originale redaktionelle Schemazeichnung; zur Veranschaulichung, kein Foto und kein vermessener Lageplan.© 2026 IFreeing · Rechteinformationen Quelle des Fotos ↗ Proportional verkleinert und ohne Beschnitt in WebP umgewandelt. Keine Objekte hinzugefügt, entfernt oder rekonstruiert.