Das Jockey Club Creative Arts Centre (JCCAC) befindet sich im ehemaligen Shek-Kip-Mei-Fabrikkomplex, einem 1977 fertiggestellten neunstöckigen Gebäude. Später wurde die Fabrik zu einem Kunstzentrum umgebaut, das 2008 eröffnete. Die Daten machen den Wandel greifbar: Nach drei Jahrzehnten industrieller Nutzung wurden die Räume für Ateliers, Ausstellungen und Kulturaktivitäten neu geordnet. Das industrielle Gerüst bleibt in der kulturellen Rolle des Zentrums sichtbar.
Aus dem Journal
Neue Arbeit im Fabrikkomplex von Shek Kip Mei
Ein neunstöckiges Fabrikgebäude von 1977 wurde zu einem Zentrum, in dem Ateliers und öffentliche Kulturangebote den früheren Industrieraum nutzen.
In diesem Bezirk · Sham Shui Po ↗
Ein zweites Leben für das Fabrikgebäude
Industrieller Maßstab, andere Arbeit
Fabrikkomplexe waren für Arbeit in einem anderen Maßstab und Rhythmus als dem eines Wohnraums entworfen. Im JCCAC nimmt dieser geerbte Maßstab heute kreative Praxis auf. Arbeitsräume und Gemeinschaftsbereiche bringen individuelles Schaffen in einem großen Gebäude zusammen; Besucher lernen das Zentrum über öffentliche Aktivitäten kennen. Künstler und Kulturorganisationen arbeiten hier, während Ausstellungen und Veranstaltungen Menschen in die ehemalige Fabrik führen. Das Industriegerüst prägt weiterhin die Erfahrung der neuen Arbeit.
Ein universitätsgeführtes Projekt
Das Hong Kong Yearbook hält fest, dass die Hong Kong Baptist University das Zentrum initiierte und es 2008 eröffnete. Dieser institutionelle Anfang zählt, denn Umnutzung bedeutet mehr als eine veränderte Innenausstattung. Es braucht ein Programm, Management und eine Gemeinschaft, die die Räume belebt. Zusammen mit dem Umbau machte dies aus dem Fabrikblock ein Kulturzentrum. Seine Identität beruht sowohl auf der robusten Industriehülle als auch auf den Organisationen, die ihr einen neuen Zweck gaben.
Kontinuität durch Anpassung
Die Fertigungsgeschichte von Shek Kip Mei verschwand nicht, als die Produktion fortzog. In Sham Shui Po erhielten ehemalige Industriebauten kommerzielle, Ausstellungs-, Handels- und Logistikfunktionen. Das JCCAC ist ein besonderer Weg dieses Wandels: Das Gebäude wurde zum Ort für Kunst und öffentliche Kultur. In den nahen Straßen blieb der Fachhandel bestehen, sodass alte und neue Arbeitsformen nebeneinander existieren. Die Industrieanlage dient dem Viertel in neuer Form weiter.