Aus dem Journal

Utug in Nianduhu: ein Ritualweg durch das Dorf

Ein Ritualleiter aus Nianduhu erinnerte sich 2016 an einen Weg, bei dem die Teilnehmenden Mauern überquerten und ihre Route nicht wiederholten.

Redaktionsskizze nach Awu (2016): Darsteller überquerten eine Mauer statt des Haupttors. Kein Dorfplan und keine Utug-Nachstellung.
Redaktionsskizze nach Awu (2016): Darsteller überquerten eine Mauer statt des Haupttors. Kein Dorfplan und keine Utug-Nachstellung.

Eine familiär weitergegebene Rolle

Im Dorf Nianduhu hatte Awu eine bestimmte Rolle beim Utug, einem dort praktizierten Tu-Ritual. Ein Feldinterview von 2016 bezeichnet ihn als religiösen Leiter des Dorfes und berichtet, dass er die Aufgabe nach dem Tod seines Vaters übernahm.

Diese familiäre Verbindung verortet das Ritual in einer konkreten Gemeinschaft und zeigt, wie Verantwortung weitergegeben wird. In Awus Erzählung steht derjenige im Mittelpunkt, der das Ritual organisiert und leitet.

Der Weg führt über eine Mauer

Awu beschrieb eine Bewegungsregel für die Teilnehmenden: Sie durften ein Haus weder durch den Haupteingang betreten noch einen Weg wiederholen; sie mussten über eine Mauer steigen. In seiner Erinnerung prägte die Dorfarchitektur den Ritualweg. Die Mauer wurde zum Übergang zwischen Gasse und Wohnraum.

Der gewöhnliche Eingang für Gäste wurde gemieden, die Mauer zum vorgeschriebenen Durchgang. In Awus Beschreibung wird das Dorf selbst Teil der rituellen Choreografie.

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  1. Redaktionsskizze nach Awu (2016): Darsteller überquerten eine Mauer statt des Haupttors. Kein Dorfplan und keine Utug-Nachstellung.© 2026 IFreeing · Rechteinformationen Quelle des Fotos ↗ Proportional verkleinert und ohne Beschnitt in WebP umgewandelt. Keine Objekte hinzugefügt, entfernt oder rekonstruiert.