Aus dem Journal

Jiaya-Teppiche: Amdo-Muster, Wolle und ein ungebundener Rand

Der nationale Eintrag zum immateriellen Kulturerbe verortet das Jiaya-Weben in Huangzhong und beschreibt Fasern, verbundene Knoten, dichten Flor und den traditionellen Randabschluss.

Der Eintrag nennt Tierfasern, verbundene Knoten, einen über 15 mm hohen Flor und eine uneingefasste Kante. Originale redaktionelle Schemazeichnung; zur Veranschaulichung, kein Foto und kein vermessener Lageplan.
Der Eintrag nennt Tierfasern, verbundene Knoten, einen über 15 mm hohen Flor und eine uneingefasste Kante. Originale redaktionelle Schemazeichnung; zur Veranschaulichung, kein Foto und kein vermessener Lageplan.

Eine Dorftradition in Amdo

Jiaya-Teppiche tragen den Namen des Dorfes Jiaya in Huangzhong, südwestlich von Xining. Der nationale Eintrag zum immateriellen Kulturerbe nennt Jiaya und das nahe Shangxinzhuang als wichtige Produktionsorte. Er ordnet die Tradition dem tibetischen Weben in Amdo zu und unterscheidet sie vom Kham, das mit der Gegend um Yushu verbunden wird. Laut Eintrag vereinen Amdo-Muster tibetische und han-chinesische Gestaltungselemente.

Derselbe Eintrag unterscheidet den Ort der Antragstellung von der zuständigen Schutzorganisation: Als Antragsgebiet ist der Kreis Huangzhong in Qinghai genannt, als Schutzeinheit das Kulturzentrum des Kreises. 2006 wurde das Projekt in die nationale Liste repräsentativer immaterieller Kulturerbestätten aufgenommen. Der offizielle Name lautet „Technik des tibetischen Teppichwebens in Jiaya“ und verbindet einen Dorfnamen mit einer größeren Handwerksregion.

Fasern, Flor und Abschluss

Für die Teppiche werden tierische Fasern verwendet: Wolle tibetischer Schafe, Kaschmir, Yakdaune und Kamelhaar. Der Eintrag beschreibt das Färben des Garns bei niedriger Temperatur und das Waschen des Teppichs sowie eine verbundene Knotentechnik, die einen mehr als 15 Millimeter dicken Flor bildet. Auch der Rand ist besonders: Beim traditionellen Abschluss wird kein Einfassfaden verwendet.

Zusammen zeigen diese Merkmale den Aufbau des Textils. Fasern liefern das Garn, Färbung bringt Farbe, verbundene Knoten bilden die Oberfläche und der offene Rand macht den Abschluss sichtbar. Der Eintrag nennt mehrere Teppicharten; seine klarste Materialbeschreibung führt von der Faser über den Flor bis zur Kante. Wer einen Jiaya-Teppich betrachtet, kann so neben dem Muster auch auf seine Konstruktion achten.

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  1. Der Eintrag nennt Tierfasern, verbundene Knoten, einen über 15 mm hohen Flor und eine uneingefasste Kante. Originale redaktionelle Schemazeichnung; zur Veranschaulichung, kein Foto und kein vermessener Lageplan.© 2026 IFreeing · Rechteinformationen Quelle des Fotos ↗ Proportional verkleinert und ohne Beschnitt in WebP umgewandelt. Keine Objekte hinzugefügt, entfernt oder rekonstruiert.