Äußerer Hof vorn, innerer Hof hinten
Die Verbotene Stadt steht im Zentrum Pekings, in Dongcheng, dem Bezirk auf der Ostseite des alten Zentrums. Ihr Grundriss ist der, den chinesische Palastbauer immer wieder aufgriffen: eine Mittelachse, symmetrische Anordnung, der äußere Hof vorn und der innere Hof hinten, mit weiteren Gartenhöfen aus der Yuan-Stadt. Der Listing-Text nennt sie das höchste Modell dieser Entwicklung. Beim Gehen wird die Idee greifbar. Tore und Hallen treten entlang einer Linie zurück. Die öffentlichen Geschäfte des Hofes kommen zuerst. Die Gemächer des Haushalts danach. Gärten öffnen sich seitlich, ohne die Linie zu brechen.
Für Zhu Di erbaut, von zwei Dynastien gehalten
Der Ming-Kaiser Zhu Di ließ den Palast zwischen 1406 und 1420 errichten. In den folgenden 505 Jahren wurden hier 14 Ming-Kaiser und 10 Qing-Kaiser inthronisiert. Eine kürzere Beschreibung auf derselben Seite spricht von einem Machtzentrum von 1416–1911 und von fast 10 000 Räumen mit Möbeln und Kunstwerken. Das sind die eigenen Formulierungen der Seite für einen Palast, nicht zwei verschiedene Paläste. Das Welterbe ist seriell. Peking wurde 1987 und der Qing-Palast in Shenyang 2004 unter den Kriterien (i), (ii), (iii) und (iv) eingetragen. Das Pekinger Objekt umfasst 84,96 Hektar mit einer Pufferzone von 153,1 Hektar. Shenyang ist eine andere Stadt. Sie gehört nicht zu diesem Hof.
Ein Museum seit 1925
Nach dem Fall der Qing-Dynastie erklärte der Staat beide Palastanlagen zu Museen, Peking 1925 und Shenyang 1926. 1961 gehörten beide zur ersten Gruppe staatlich vorrangig geschützter Stätten, die der Staatsrat benannte. Was ein Leser heute trifft, ist noch die hölzerne Hierarchie eines Kaiserhauses: Achse, Symmetrie, äußerer Hof, innerer Hof. Die Liste der Kulturlandschaften des städtischen Kulturamts vom 30. Juli 2026 führt das Palastmuseum in Dongcheng. Diese Liste ordnet Stätten. Sie ändert nicht den Grundriss der Höfe.