Der Man-Mo-Tempelkomplex in Sheung Wan besteht nicht nur aus einem Heiligtum. Das Amt für Antiquitäten und Denkmäler nennt drei Teile: den Man-Mo-Tempel, Lit Shing Kung und Kung Sor. Die Namen stehen für unterschiedliche Räume und Aufgaben. Der Blick auf den gesamten Komplex erklärt, warum er im Leben von Sheung Wan eine größere Rolle spielte als ein einzelner Tempel.
Aus dem Journal
Die gemeinschaftlichen Räume des Man-Mo-Tempels
Zum Man-Mo-Tempelkomplex in Sheung Wan gehören der Tempel, Lit Shing Kung und Kung Sor, ein früher für Nachbarschaftsangelegenheiten genutzter Saal.
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Ein Komplex mit verschiedenen Teilen
Ein Saal für gemeinsame Anliegen
Kung Sor diente als Treffpunkt und als Ort zur Behandlung gemeinschaftlicher Angelegenheiten. Dadurch gehört auch das öffentliche Leben zur Geschichte der religiösen Anlage. Der Saal war nicht bloß eine Erweiterung des Ritualraums: Hier konnten sich Bewohner versammeln und gemeinsame Anliegen besprechen. Gemeinschaft und Glauben hatten innerhalb derselben Anlage ihren Platz.
Eine vielschichtige Nachbarschaftsinstitution
In dieser städtischen Anlage traf religiöse Praxis auf gemeinschaftliche Organisation. Die drei Gebäude boten unterschiedliche Räume für Verehrung und öffentliche Angelegenheiten. Die Bewohner des Sheung Wan im 19. Jahrhundert konnten am selben Ort beten, einander treffen und Fragen der Nachbarschaft besprechen. Der Tempelkomplex gehörte damit zum öffentlichen Leben des Viertels.
