Hui-Tusche beginnt mit zwei Hauptbestandteilen: Ruß und Leim. Der nationale Eintrag zum immateriellen Kulturerbe verfolgt die Herstellung in überlieferten historischen Quellen bis in die späte Tang-Zeit zurück und hält fest, dass verschiedene Schulen ihre eigenen Verfahren bewahren. Ein Bericht der Akademie für chinesische Studien erklärt, dass tierischer Leim als Bindemittel dient und Duft-, Konservierungs- oder Farbstoffe hinzukommen können. Ein schwarzer Tuscheblock ist also nicht bloß zusammengepresster Ruß; Rezept und Arbeitsschritte bestimmen seine Eigenschaften.
Aus dem Journal
Hui-Tusche: Ruß, Leim, Druck und der Tuschstein
Eine fertige Tusche beginnt als Ruß und Bindemittel, härtet in einer geschnitzten Form aus und wird mit Wasser und Stein wieder gebrauchsfähig.
In derselben Stadt · Huangshan ↗Ruß und Bindemittel
Die Tuschemasse schlagen
Nach dem Mischen der Zutaten beschreibt die Akademie eine anspruchsvolle Folge von Arbeitsschritten. Die weiche schwarze Masse wird geschlagen, geknetet und geformt; der Text betont das wiederholte Schlagen als traditionelle Praxis. Die genaue Rezeptur unterscheidet sich je nach Schule; der Bericht ist kein universelles Werkstattrezept. Deutlich wird jedoch die körperliche Arbeit zwischen Rohstoff und fertigem Block: Wiederholter Druck macht Ruß und Bindemittel zu einer formbaren Masse.
Die Form hinterlässt ihre Spur
Holzformen geben dem Tuscheblock seine Gestalt und können Muster oder Schrift tragen. Die Akademie verbindet das Formenhandwerk mit den Holzschnittkünsten Huizhous und beschreibt anschließend Pressen, Trocknen, Beschneiden und bei manchen Stücken das Auftragen metallischer Farbe. Auch der nationale Eintrag nennt zahlreiche Schulen und besondere Techniken. Verzierung ist kein vom Herstellungsprozess getrennter Schritt: Die Form bestimmt den Gegenstand, die abschließende Bearbeitung macht aus Schreibmaterial zugleich ein Stück zum Zeigen oder Aufbewahren.
Wasser, Stein und Tusche
Ein trockener Tuscheblock wird durch Wasser und Tuschstein gebrauchsfähig. Die Akademie erläutert die Herstellung des Blocks; ein praktischer Leitfaden zu Schreibgeräten beschreibt, wie man ihn auf dem Stein reibt, bis die Flüssigkeit die gewünschte Konsistenz hat. Damit kehrt sich die Richtung des Handwerks um: Druck formte zunächst den Block, nun löst die Hand des Schreibenden ihn langsam wieder an. Der Stein nimmt Wasser und Farbstoff auf und macht die Vorbereitung zum ersten bewussten Akt des Schreibens.