Im Frühjahr 1974 fanden Bewohner des Dorfes Liuwan beim Graben eines Wasserkanals bemalte Keramik. Ein Museumsforscher bezeichnete den Fund später als Beginn der archäologischen Arbeiten am Ort. Das Archäologische Institut der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften und das archäologische Team aus Qinghai gruben sieben Jahre lang. Ein Bericht von 2016 nennt mehr als 1.730 ausgegrabene Gräber und fast 40.000 Fundstücke. Die Funde umfassen vier Kulturtypen: Banshan und Machang aus dem Umfeld der Majiayao-Kultur sowie Qijia und Xindian. Der angegebene Zeitraum von etwa 4.600 bis 3.600 Jahren vor heute zeigt eine lange Abfolge statt eines einzelnen Moments.
Aus dem Journal
Der Wassergraben, der Liuwans archäologische Geschichte eröffnete
1974 fanden Dorfbewohner in Liuwan beim Graben eines Wasserkanals Keramik. Die Entdeckung führte zu jahrelangen Ausgrabungen und später zu einem Museum mit Grabfunden und rekonstruierten Bestattungen.

Keramik in einem Wassergraben
Von der Ausgrabung zum Museum
Das aus den Funden von Liuwan entstandene Museum wurde 2002 fertiggestellt und am 28. April 2004 offiziell eröffnet. Der Bericht von 2016 beschreibt drei Ausstellungsabschnitte, die Leben, Arbeit und Bestattungsbräuche anhand von Keramik, Knochenwerkzeugen, geschliffenen Steinen und rekonstruierten Gräbern zeigen. Damals umfasste die Sammlung 37.925 Objekte, etwa die Hälfte davon Keramik.
Aus dem Fund im Wassergraben wurden fortlaufende Ausgrabungen und schließlich ein Museum. Die Ausstellung verbindet ein verziertes Gefäß mit dem Ort seiner Entdeckung; rekonstruierte Gräber zeigen Anordnungen, die eine Vitrine mit Einzelstücken nicht vermitteln kann. Von der Dorfarbeit 1974 über Jahre archäologischer Dokumentation bis zu einer Institution, die die Funde bewahrt und deutet, entfaltet sich Liuwans Geschichte Schritt für Schritt.
