Während eines großen Teils seiner jüngeren Geschichte wurde die Batik in Zhoucheng im Haushalt hergestellt. Ein nationaler Eintrag zum immateriellen Kulturerbe beschreibt, wie Verwandte durch Beobachtung von älteren Familienmitgliedern lernten. Zunächst halfen sie etwa beim Auftrennen von Fäden, später übernahmen sie anspruchsvollere Näharbeiten. Frauen arbeiteten häufig in kleinen Gruppen und tauschten Techniken aus, während sie Stoff rafften und nähten. Diese Darstellung stammt aus einer früheren Kulturerbeerhebung. Sie dokumentiert ihre Zeit und ist keine aktuelle Arbeitsstatistik.
Die Herstellung im Haushalt verband das Können mit den Rhythmen des Alltags: Stoff konnte zu Hause vorbereitet, zum Färben gebracht und nach dem Tauchbad geöffnet und fertiggestellt werden. So verteilte sich die Arbeit auf mehrere Schritte und Personen. Gelernt wurde in alltäglichen Situationen und nicht nur im Unterrichtsraum. Wenn von einem „Familienhandwerk“ die Rede ist, lohnt die Frage, wer welche Arbeit erledigt und wie die dafür eingesetzte Zeit bewertet wird.


