Weiße Mauern und rote Dachkanten steigen stufenweise an einem bewaldeten Hang auf. Vom Hof wandert der Blick mit den Gebäuden bergauf. Wudangzhao liegt in einem Tal nordöstlich von Baotou; Hallen, Nebengebäude und Mönchswohnungen folgen dem Gelände. Sein tibetischer Name Badagar bedeutet „weißer Lotus“. Das Kloster orientiert sich an Tashilhunpo in Tibet, entwickelte aber im nördlichen Tal eine eigene Anordnung. Eine Fachstudie datiert die Gründung auf 1749.
Aus dem Journal
Weiße Hallen steigen im Tal an
Das Kloster Wudangzhao nordöstlich von Baotou folgt dem Hang: Gebetsräume, Studienorte und monastisches Leben verteilen sich im Tal.
In derselben Stadt · Baotou ↗Ein Kloster folgt dem Hang
Sechs Hallen und ihre Aufgaben
Sechs Haupthallen bilden den Kern. In Sugchin fanden gemeinsame Gebete statt; Dongkor, das älteste Gebäude, beherbergte die Kalachakra-Lehrabteilung; Queyilin war der Philosophie gewidmet. Drei weitere Hallen — Danggexi, Ahoi und Rimalun — lagen neben Wohn- und Lernräumen. Eine Studie zur Kunst der Inneren Mongolei verzeichnet 94 Mönchsresidenzen und 2.500 Räume auf mehr als 300 Mu. Eine Antwort des Bezirks Shiguai aus dem Jahr 2025 bezeichnet es als fast 300 Jahre altes Gelug-Kloster.
Erzählungen in nördlicher Landschaft
Die Hallen bewahren Skulpturen und Wandbilder aus verschiedenen Zeiten. In Sugchin zeigen die Malereien buddhistische Erzählungen, darunter 108 Episoden aus dem Leben des Buddha. Sie folgen der Menri-Tradition und verwenden zugleich Mittel der chinesischen Landschaftsmalerei. Bildunterschriften leiten durch die Szenen; die Landschaft verankert sie im Norden. Architektur, Studium und Malerei folgen gemeinsam dem Hang.