Aus dem Journal

Tsang Tai Uk: ein steinernes ummauertes Dorf in Sha Tin

Der Hakka-Steinbruchbesitzer Tsang Koon-man baute mit seinem Vermögen in Sha Tin das ummauerte Dorf Tsang Tai Uk. Mauern, Ecktürme und Ahnenhalle prägten die Anlage, die während des Zweiten Weltkriegs rund 500 Flüchtlinge aufnahm.

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Vom Steinbruch zum eigenen Dorf

Tsang Tai Uk ist auch als Shan Ha Wai bekannt. Der Bau begann 1847 und war 1867 abgeschlossen. Laut dem Gutachten des Antiquities Advisory Board kam Tsang Koon-man, ein Hakka aus Wuhua in Guangdong, als Jugendlicher nach Hongkong. Er arbeitete in den Steinbrüchen von Cha Kwo Ling und Shau Kei Wan und gründete später ein eigenes Unternehmen. Mit der Stadtentwicklung stieg die Nachfrage nach Baustein. Von den Gewinnen kaufte er in Sha Tin Land vom Tsang-Clan und errichtete das Dorf für seine Familie.

Vier Reihen und vier Ecktürme

Tsang Tai Uk ist ein Hakka-Dorf mit drei Hallen und vier Wohnreihen. Haupttor, Eingangshalle, Mittelhalle und Haupthalle liegen auf einer Achse. An den vier Ecken stehen dreistöckige Türme. Grüne Ziegel und Granit bilden die Mauern, Holzbalken und Dachziegel die geneigten Dächer. Schießscharten in Mauern und Türmen prägen den Wehrcharakter. Tore, Hallen, Türme und Wohnhäuser bilden gemeinsam eine geschlossene Anlage. Anbauten und Zementreparaturen veränderten Teile; die Hauptform blieb erhalten.

Zuflucht in Kriegszeiten

Der Bau dauerte zwanzig Jahre. Die Ahnenhalle lag auf der Mittelachse, neben den beiden Wohnräumen des Gründers; weitere Häuser und Höfe kamen während der Bauzeit hinzu. Im Zweiten Weltkrieg bot das ummauerte Dorf etwa 500 Flüchtlingen Schutz. Nach dieser Zeit setzte sich der Name Tsang Tai Uk durch. Was für eine Familie errichtet worden war, wurde zum Zufluchtsort für viele.

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