241 v. Chr. verlegte der Hof von Chu nach einem gescheiterten Bündnisfeldzug gegen Qin seine Hauptstadt nach Shouchun. Der Kreisbericht datiert den Fall der Stadt auf 223 v. Chr., als Qin-Truppen König Fuchu gefangen nahmen. Diese Daten geben Shouxian politische Bedeutung, bedeuten aber nicht, dass jede heute sichtbare Mauer aus der Chu-Zeit stammt. Der Anfang der Geschichte ist eine Hauptstadt, deren Ausdehnung rekonstruiert werden muss.
Aus dem Journal
Shouxian: auf der Suche nach der letzten Hauptstadt von Chu
Archäologen rekonstruieren Shouchun, wohin der Hof von Chu in den letzten Jahrzehnten des Reiches die Hauptstadt verlegte.
In derselben Stadt · Huainan: Hügel und Erinnerung an das Huainanzi ↗Der letzte Umzug
Eine Mauer unter den Feldern
Archäologen identifizierten kürzlich einen Mauerabschnitt im westlichen Zentrum des Fundorts. Nach dem benachbarten Dorf wurde er „Alte Stadt Shoubin“ genannt. Der Fund schließt eine Wissenslücke zu Stadtmauern der späten Zeit der Streitenden Reiche. Der Bericht beschreibt die praktische Arbeit: Schnitte im offenen Gelände, Vermessung, weitere Sondierungen und der Vergleich mit älteren Satellitenbildern. Die Grenze bleibt eine Arbeitshypothese.
Mit Vorsicht vermessen
Das Team skizzierte vorläufig eine Außenstadt von etwa 14,6 Quadratkilometern. Der Kreisartikel sagt ausdrücklich, dass Ausgrabungen diesen Vorschlag noch prüfen müssen. Das gehört zur Archäologie: Eine Karte ist keine endgültige Antwort, und eine neu entdeckte Mauer kann ein älteres Modell präzisieren, ohne alle Unsicherheit zu beseitigen. Die alte Chu-Hauptstadt ist von der späteren ummauerten Stadt und ihrer erhaltenen historischen Bausubstanz zu unterscheiden.
Die Stadt nach Chu
Laut demselben Bericht bewahrt die alte Kreisstadt einen Stadtgrundriss aus der Tang- und Song-Zeit sowie Spuren späterer Reparaturen und Erweiterungen der Mauern. Das Mauerwerk hat also eine lange Nachgeschichte: Befestigungen wurden auch lange nach der Niederlage von Chu erneuert und vergrößert. Wer den Ort als Folge liest – späte Chu-Spuren, mittelalterliche Stadtstruktur und spätere Reparaturen – vermeidet, Jahrhunderte zu einer einzigen „alten Mauer“ zusammenzuziehen.